E-Bike
E-Bikes

E-Bike-Kaufberatung: So findest du das richtige E-Bike

E-Bike-Kaufberatung: So findest du das r...

27.04.2021 - Update: 16.06.2021

E-Bike Kaufberatung

Das richtige E-Bike finden: Gar keine leichte Aufgabe

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für den Kauf eines E-Bikes, denn nicht nur die wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte überzeugen immer mehr Fahrradfreunde, auch die fortschreitende Technik begeistert immer mehr. Was man bei der Anschaffung eines Pedelecs beachten sollte und wie man das beste Elektrofahrrad für die eigenen Bedürfnisse findet, verrät Ihnen eine umfassende Kaufberatung. Neben einem leistungsstarken Akku und einem robusten Modell, sollte ein Bike für den Nutzer unterschiedlichste Kriterien erfüllen. Damit es nicht nur alltagstauglich, sondern auch noch nachhaltig und praktisch ist. Wer schon lange von einem elektrischen Fahrrad oder der schnelleren Variante, dem S-Pedelec träumt, sollte nicht nur auf das E-Bike an sich, sondern auch auf die richtige Versicherung für das eigene Fahrrad setzen.

Entscheidend sind bei der Kaufentscheidung des E-Bikes nicht nur der Preis, sondern auch die technischen Details. Sie können einen großen Unterschied für Fahrradfreunde machen. Auch wenn sich das Fahrrad mit Motor immer mehr zum Verkaufsschlager entwickelt und sogar Förderung durch den Staat und die Bundesländer erfährt, ist die Investition in ein hochwertiges E-Bike kostspielig und sollte gut überlegt getroffen werden.

Das perfekte E-Bike für den Alltag 

Bevor man sich zum Kauf eines E-Bikes entscheidet, sollte man sich erst einmal darüber im Klaren sein, welcher der unterschiedlichen E-Bike-Typen am besten in den eigenen Alltag passen. Planen Sie, regelmäßig lange Fahrradtouren durch bergiges Gelände zu fahren oder nutzen Sie ihr Pedelec eher als Dienstfahrrad auf dem täglichen Weg ins Büro? Welche Leistung und Reichweite erfordert das von Ihnen favorisierte Fahrrad mit Akku? Allein die Entscheidung zwischen einem E-Bike, oder dem sogenannten Pedelec, das mithilfe des eingebauten elektrischen Motors eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h erreicht, oder dem schnelleren S-Pedelec, das mit Unterstützung eines Motors bis zu 45 km/h schnell fährt, muss gut durchdacht sein.

Je nach Bedarf und Alter des Fahrradfreundes warten bei der Kaufberatung vom seniorenfreundlichen E-Bike mit tiefem Einstieg fürs bequeme Fahren auf flachen Strecken bis hin zum Touren-, Lasten, - oder Klapprad die unterschiedlichen Fahrradmodelle auf Interessierte. Im Durchschnitt investieren die Deutschen in ihr neues E-Bike 2300 Euro. Für diesen Preis erwarten den Besitzer dann ein leistungsstarker Elektromotor und eine stabile Rahmenkonstruktion für den alltäglichen Gebrauch auf der Straße. Als Kaufhilfe sollte bei E-Bikes auch beachtet werden, dass gerade bei Elektrofahrradmodellen mit Versicherungskennzeichen die normale Haftpflicht- oder Hausratsversicherung im Schadensfall oder bei Diebstahl nicht ausreicht und eine separate Fahrradversicherung für das Pedelec abgeschlossen werden muss.

Beste Technik für das beste Fahrgefühl

Wer sich nach der ausführlichen Kaufberatung für ein E-Bike entschieden hat, sollte darauf achten, eine Probefahrt mit dem favorisierten Elektrofahrrad zu machen, um das richtige Fahrgefühl sicherzustellen. Ebenfalls gewinnt man so Aufschluss darüber, welche Gangschaltung für das eigene Fahrverhalten die beste ist. Bei einer Kettenschaltung muss der Fahrer mit einem minimal höheren Verschleiß rechnen. Bei einer Nabenschaltung hingegen ist der Wartungsaufwand geringer, dafür verfügt der Fahrradfreund hier über weniger Gänge. Viele elektrische Fahrräder sind zurzeit schon über eine stufenlose Schaltung ausgestattet, die einfach in der Bedienung ist. Eine Automatikschaltung ist bei vielen E-Bikern besonders beliebt, weil der Schaltaufwand auf ein Minimum reduziert ist.

Generell gilt: Über je mehr Gänge das Rad verfügt, umso besser kann das Fahrrad der jeweiligen Straßen- und Verkehrslage angepasst werden. Für einen täglichen Gebrauch des Bikes auf größtenteils ebenen Straßen reicht eine Drei- bis 14-Gangschaltung völlig aus. Für sportliche Vielfahrer oder Mountainbiker empfiehlt es sich jedoch, auf eine höhere Gangzahl zu achten. 

Für den Fahrkomfort entscheidet besonders bei Bikes, die regelmäßig längere Distanzen zurücklegen sollen, die ideale Rahmengröße. Die optimale Höhe des Rahmens wird von der Entfernung des Mittelpunktes des Tretlagers bis zum Abschluss des Sattelrohrs gemessen. Laut Experten sollte diese dem 0,66-Fachen der Schrittlänge entsprechen. Fahrradexperten helfen dem Käufer immer gerne dabei, auf die optimale Rahmengröße beim E-Bike-Kauf zu achten.

Die richtigen Bremsen, Akku und Gewicht

Das eingebaute Bremssystem in E-Bikes unterscheidet sich durch die Verwendung von Scheibenbremsen und Felgenbremsen von normalen Fahrrädern. Der abruptere Bremsweg sollte daher auch vorher bei einer Probefahrt ausführlich getestet werden, damit es nicht zu Stürzen oder Unfällen kommt. Entscheidend für ein sicheres Bremsgefühl nach dem E-Bike-Kauf ist auch, ob alle Bremselemente am Lenker in Reichweite angebracht und bequem zu bedienen sind. Im Straßenverkehr ist der problemlose Umgang mit dem Bremssystem, sowie die intuitive Bedienung des Fahrraddisplays unerlässlich.

Ein leistungsstarker Akku ist bei jedem elektrischen Fahrrad das Herzstück. Den Herstellerangaben ist oft genau zu entnehmen, welche Leistung der Akku des Rads erbringt und welche Reichweite der Motor damit abdecken kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrrädern ist es besonders wichtig, den Akku stets vor Nässe und extremen Temperaturen zu schützen. Es empfiehlt sich auf längeren Touren, den Akku durch ein sogenanntes Akkuschloss zu sichern. Viele Räder dieser Art bieten auch die Möglichkeit, den Motor bei längeren Zwischenstopps abzunehmen. 

Auch das Gewicht eines Pedelecs ist ein entscheidender Faktor beim Kauf des Bikes. Aufgrund der verbauten Technik kann das Eigengewicht schnell 20 bis 30 Kilogramm betragen. Interessierte sollten deshalb bedenken, dass der Transport eines elektrischen Fahrrads eine höhere Belastung mit sich bringt als der eines gewöhnlichen Rads. E-Bikes sind für den Fahrradträger an Pkws eher ungeeignet und nehmen mehr Platz ein als herkömmliche Fahrräder. Die meisten E-Bike-Hersteller bieten deswegen bereits spezielle Lastenheckträger an. 

E-Bike-Preise: Vergleichen lohnt sich

Wer so schnell wie möglich mit seinem neuen Pedelec oder S-Pedelec fahren will, sollte sich trotzdem einen Moment Zeit nehmen, um die Preise der unterschiedlichen Hersteller zu vergleichen. Beim Thema E-Bike spielen eine Vielzahl von Faktoren für den Kaufpreis eine große Rolle. Beachten sollte man, dass man im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrrad, für ein solides Rad mit Motorantrieb mindestens 600 bis 700 Euro ausgeben sollte. Kommen noch die technischen Feinheiten eines Pedelecs, wie Steuerungselemente, Akku und Motor hinzu, können die Kosten leicht noch einmal um 900 Euro steigen. Auszugehen ist also mit einem Neupreis von ungefähr 1500 Euro. Für ein qualitativ hochwertiges Pedelec liegt der Preis im Durchschnitt bei 1800 bis 3000 Euro, abhängig vom Modell. 

Um die optimale Fahrsicherheit zu gewährleisten, sollte man beim Kaufpreis auf Abstriche verzichten. Zwar bieten Discounter oft günstigere Modelle an, diese können aber den höheren Anforderungen an E-Bikes nicht standhalten. Außerdem stellen der Staat, die Bundesländer und einige Städte verlockende Förderungssummen beim Kauf eines neues Pedelecs oder Lastenrads in Aussicht und erleichtern so finanziell die Anschaffung eines Rads dieser Klasse. Viele Unternehmen bieten für E-Bike-Besitzer sogar eine Dienstradregelung an. 

Wem eine Neuanschaffung trotzdem zu kostspielig ist, den könnten die Vorjahresmodelle interessieren. Zum Ende der Fahrradsaison im Herbst gibt es hier bei vielen Händlern die Möglichkeit, hochwertige Pedelecs aus dem letzten Jahr zu erwerben und dabei gleichzeitig massiv zu sparen.