Fahrrad
Fahrräder

Faltrad: kompakter Allrounder für City und Reise

Faltrad: kompakter Allrounder für City u...

23.04.2021 - Update: 16.06.2021

Faltrad: kompakter Allrounder für City und Reise

Das Fahrrad nach der Arbeit bequem und ohne Aufpreis im Zug mitnehmen oder bei schlechtem Wetter im Smart der Kollegin mitfahren, ohne das Bike im Regen stehen lassen zu müssen – mit einem Faltrad kein Problem.

Dank ihres speziellen Designs lassen sich Falträder im Handumdrehen kompakt zusammenklappen und tragend transportieren. Das macht sie zu einer attraktiven Lösung für alle, die ihr Fahrrad oft mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren und immer flexibel sein wollen.

Für wen sind Falträder interessant?

Zu den Zielgruppen für Falträder gehören Berufspendler, Urlauber, insbesondere Camper und Bootsinhaber, aber auch Freizeitradler. Das hat seinen Grund, denn Falträder haben unter anderem folgende Vorteile:

  • Transportmöglichkeit: Du kannst dein Klappfahrrad gefaltet in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen, ohne einen Aufpreis zu zahlen. Denn es gilt als Gepäckstück. Übersteigt es zusammengeklappt die Maße von 55 x 40 x 20 Zentimetern nicht, kannst du es bei manchen Fluggesellschaften sogar als Handgepäck mitnehmen. Aber egal welches Verkehrsmittel du nutzt: Informiere dich vorher immer über die jeweiligen Mitnahmebedingungen!
  • Flexibilität: Du kannst schnell und einfach zwischen verschiedenen Fortbewegungsmitteln, etwa zwischen Fahrrad und Zug, hin und her wechseln.
  • Platzersparnis: Du kannst dein Klapprad auch ohne Fahrradkeller oder Garage bequem in den eigenen vier Wänden aufbewahren.
  • Sicherheit: Du musst dein Klappfahrrad niemals draußen stehen lassen und hast die absolute Sicherheit, dass Diebe es nicht in die Finger bekommen. Wenn du es im Zug abstellst, ohne es im Blick zu haben, solltest du es allerdings absperren.

Welche Faltrad-Typen gibt es?

Der Begriff Faltrad vereint alle Fahrräder, die sich zu einem kompakten Gepäckstück zusammenfalten lassen. In welchem Maß du das Faltrad verkleinern kannst, ist vom verbauten Faltmechanismus abhängig.

Das Klapprad ist die Urform aller Falträder und mit einem Scharnier ausgestattet, das sich in der Mitte des Rahmens befindet. Somit kann es genau einmal umgeklappt und in seiner Größe halbiert werden. Heute werden die Begriffe Falt- und Klapprad jedoch häufig synonym verwendet.

Faltrad für den Alltag

Ein Faltrad ist kompakt, von der Ausstattung her reduziert, und mit zehn bis 15 Kilogramm zwar kein Federgewicht, aber leicht genug, um es mit einer Hand anheben und tragen zu können. Das heißt, es gibt kaum eine Situation, in der du es nicht mitnehmen und (drinnen) unterbringen kannst.

Großes Faltrad

Ein großes Faltrad ist mit 26- oder 28-Zoll-Laufrädern ausgestattet. Fahrgefühl und Optik ähneln damit herkömmlichen Fahrrädern sehr - mit dem Bonus des Zusammenfaltens. Allerdings ist ihr Faltmaß meist etwas größer und das Gewicht höher.

Reisefaltrad

Ein Reisefaltrad vereint drei Punkte: Im zusammengefalteten Zustand ist es kompakt, damit du es auf deiner Reise überall hin mitnehmen kannst. Außerdem bietet es Platz für das Gepäck, das du auf deiner Reise benötigst. Auch längere Strecken lassen sich mit einem Reisefaltrad bewältigen.

Mit Shimano 7-Gang-Nabenschaltung, pflegeleichten Riemenantrieb, V-Brakes, Beleuchtung, Schutzblechen und Gepäckträger ist auch das Falter F 6.0 Deluxe für Tagesausflüge und kleine Reisen geeignet, seine Hauptkompetenz ist jedoch die Reisebegleitung bei Camper- und Bootsausflügen. Mit 14,5 Kilogramm ist es vergleichsweise schwer, zum Faltmaß macht der Hersteller keine Angaben. 

E-Faltrad

Elektrisch angetriebene Modelle vereinen den unkomplizierten Transport von Klapprädern mit den hohen Geschwindigkeiten von E-Bikes. Sie verkürzen die Wegzeit auf ein Minimum und sind gut für Pendler geeignet, die von der Bahn noch ein gutes Stück auf sich nehmen müssen, um nach Hause oder zur Arbeit zu gelangen. Sie sind aber für gewöhnlich schwerer und teurer als herkömmliche Falträder ohne Motorunterstützung.

Welche Faltmechanismen gibt es?

Um es im Handumdrehen verkleinern zu können, verfügt das Klapprad an verschiedenen Punkten über Vorrichtungen wie Scharniere oder Schnellspanner, die sich zügig und einfach lösen lassen. Der verwendete Faltmechanismus entscheidet darüber, an wie vielen Stellen du das Rad falten kannst:

  • Mittelfaltung: Bei diesem Faltmechanismus lässt sich der Rahmen durch ein Scharnier einmal in der Mitte falten, sodass sich die Größe halbiert.
  • Horizontale Faltung: Einige Modelle lassen sich auch horizontal, an der Mittellinie, nach oben klappen.
  • Einklappen: Hier klappt man den Vor- und Hinterbau zur Fahrradmitte hin unter den Rahmen, sodass die Größe um ca. zwei Drittel abnimmt.
  • Zusammenschieben von Komponenten: Ähnlich wie du die Sattelstütze bei einigen herkömmlichen Bikes über einen Schnellspanner flugs im Sattelrohr versenken kannst, gibt es oft Komponenten, die Faltrad-Besitzer ineinander- bzw. zusammenschieben können, um die Größe des Faltrads zu verringern. Dazu gehört neben der Sattelstütze zum Beispiel auch der Lenker, die Pedale lassen sich für gewöhnlich einklappen.
  • Einklappen der Lenkerstange: Kann man zu Vor- und Hinterbau zusätzlich die Lenkerstange umklappen, ist das Faltrad nur noch so lang wie das Hauptrohr des Rahmens.

Größe und Packmaße von Falträdern

Das Falt- oder Packmaß zeigt an, wie viel Platz das Klappfahrrad im zusammengepackten Zustand einnimmt. Das Faltmaß ist von der Faltmethode, der Rahmengröße und der Radgröße abhängig.

Gibt es Kriterien für verschiedene Zielgruppen?

  • Pendler: Je öfter du öffentliche Verkehrsmittel nutzt, desto praktischer ist ein kompaktes Bike mit geringer Laufradgröße und niedrigem Gewicht. Pendler, die auf dem Rad größere Strecken zurücklegen müssen, sparen mit einem E-Bike einiges an Zeit. 
  • Freizeitradler und Reisende: Große Räder und eine angemessene Gangauswahl erleichtern das effiziente Fahren auf langen Strecken und erlauben ein höheres Tempo. Reisende sollten darauf achten, dass sie das Klappfahrrad dennoch im Kofferraum oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren können.
  • Radwanderer: Wer sich auf eine Reise begeben möchte, bei der je nach Terrain zwischen Wandern und Radfahren hin und her gewechselt wird, profitiert von einem hochwertigen Fahrrad mit großen Rädern und niedrigem Gewicht. 
  • In der Stadt: Wer ausschließlich in der Stadt unterwegs ist, kann auf ein kleines und günstigeres Fahrrad zurückgreifen. Oft genügt ein Single-Gear-Bike.

Wie viel wiegt ein Faltrad?

Wie viel ein Faltrad wiegt, ist vor allem von seiner Art und der Größe seiner Laufräder abhängig. Die leichtesten Modelle liegen gewichtsmäßig im einstelligen Bereich, während schwere Modelle mehr als 20 Kilogramm auf die Waage bringen. Die meisten Klappräder wiegen zwischen zehn und 18 Kilogramm.

E-Bikes sind von Natur aus schwerer als herkömmliche Falträder mit Pedalantrieb. Hier liegt das durchschnittliche Gewicht zwischen 18 und 22 Kilogramm.

Ausstattungs- und Qualitätsmerkmale von Falträdern

Faltmechanismus

Der Klappmechanismus ist das charakteristische Kennzeichen und ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Bei einem hochwertigen Klapprad können veränderbare Komponenten ohne großen Kraft- und Zeitaufwand eingeklappt oder zusammengeschoben werden, ohne dass etwas hängt oder schleift. Entsprechende Vorrichtungen halten das Fahrrad in seiner kompakten Form und sorgen dafür, dass du es problemlos transportieren kannst. Im zusammengebauten Zustand sollten die Klappverbindungen weder klappern noch sich bewegen.

Packmaß

Beim Transport spielt das Packmaß eine entscheidende Rolle. Ein Klappfahrrad sollte so konzipiert sein, dass sein Besitzer es als kostenloses Gepäckstück in öffentlichen Verkehrsmitteln und auch unkompliziert im Kofferraum mitnehmen kann.

Gewicht

Für einen unbeschwerten Transport sind Modelle mit einem niedrigen Gewicht von unter 14 Kilogramm zu empfehlen. Mit einem leichten Bike können jedoch bestimmte Abstriche einhergehen: Das Gewicht lässt sich auch durch kleine Räder (mehr Tretarbeit) oder eine geringe Anzahl an Gängen verringern. Das Gewicht sollte deshalb in Kombination mit anderen technischen Merkmalen überzeugen.

Material

Ein niedriges Gewicht lässt sich durch hochwertige Rahmenmaterialen wie Titan oder Carbon erreichen. Im Vergleich zu Aluminium sind Titan- und Carbonbikes aber meist recht teuer - und Carbon kann empfindlich auf Druck reagieren und im schlimmsten Fall brechen. 

Radgröße

Es gibt Klappräder mit verschiedenen Laufradgrößen. Von 16 bis 28 Zoll ist alles dabei. Modelle mit kleinen Rädern nehmen im zusammengefalteten Zustand besonders wenig Platz ein. Sie sind am besten für kurze Stop-and-Go-Fahrten geeignet, da unter anderem durch die höhere Rotationsgeschwindigkeit der Reifenmantel schneller verschleißen kann.

Auf langen Strecken fährst du mit großen Laufrädern mit 26 oder 28 Zoll besser. Sie rollen besser und du benötigst weniger Kraft, um eine konstante Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten.

Getriebe

Bei Klapprädern solltest du die Anzahl der Gänge berücksichtigen. Während moderne Fahrräder mit Kettenschaltung bis zu 3 x 11 Gänge zur Verfügung stellen, haben einige Klappräder nur einen Gang. Ein Grund für diese sogenannten Single-Gear-Bikes ist Gewichtsersparnis, ein weiterer, dass du nicht unbedingt schalten musst, wenn du dich hauptsächlich in der Stadt fortbewegst, wo es häufig kaum nennenswerte Anstiege gibt.

Mittlerweile sind aber auch immer mehr Modelle mit mehreren Gängen auf dem Markt. Heute ist es nicht mehr allzu schwer, Klappräder mit 18 oder mehr Gängen zu finden.

Bremsen

Wie beim klassischen Fahrrad kommen auch beim Klappfahrrad alle gängigen Bremssysteme zum Einsatz. Die meisten Klappräder sind mit U-Brakes, V-Brakes oder anderen mechanischen Felgenbremsen ausgestattet.

Scheibenbremsen, die Platz sparen und eine sehr hohe Bremskraft erzielen können, aber meist mit etwas höherem Gewicht einhergehen, sind vor allem bei High-End-Modellen zu finden. Hochwertige E-Bikes, die mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs sind, verfügen oft über hydraulische Scheibenbremsen.

Was die verschiedenen Bremssysteme auszeichnet, erfährst du in unserem Ratgeber über Bremsen.

Wie viel kostet ein Klapprad?

Wie viel ein Klapprad kostet, ist stark von technischen Aspekten und seinen Ausstattungsmerkmalen abhängig. Das Preisspektrum ist dementsprechend groß.

Von 200 Euro für ein einfaches Klapprad über 600 Euro für ein handliches Bike mit solider Gangauswahl und geringem Gewicht bis hin zu hochwertigen E-Falträdern mit leistungsstarken Motoren und hydraulischen Scheibenbremsen, die 3.000 Euro kosten, ist alles mit dabei.

Das verwendete Material und die Qualität der verbauten Komponenten bestimmen das Gewicht, die Fahreigenschaften und damit auch den Preis.

Fazit: Wann lohnt sich ein Faltrad?

Falträder richten sich vor allem an Pendler, Stadtbewohner und Urlauber. Vor allem der Klappmechanismus macht Falträder zu einer praktischen Lösung für alle, die ihr Bike überall hin mitnehmen und platzsparend verstauen wollen. Dank kleinerer Radgrößen und ihres bestenfalls überschaubaren Gewichts beschleunigen sie besser, womit du vor allem bei Stop-and-Go-Fahrten fix von A nach B kommst. 

Die meisten faltbaren Bikes sind für schnelle Fahrten in der Stadt und überwiegend ebene Radwege konzipiert. Radfahrer, die eher sportlich, auf längeren Touren oder abseits befestigter Wege unterwegs sind, dürften mit spezifischen Fahrradtypen wie Mountainbikes, Reise- oder Rennrädern besser bedient sein.

Auch für große Menschen sind normale Fahrräder meist die klügere Wahl, da es sich bei den Rahmen meist um Einheitsgrößen und -geometrien handelt. Sie können Sattel und Lenker oft nicht weit genug nach oben verstellen, woraus sich eine ungemütliche Haltung ergibt.