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Kaufberatung: Das muss eine Fahrradpumpe können

Kaufberatung: Das muss eine Fahrradpumpe...

24.04.2021 - Update: 16.06.2021


Wenn du dein Fahrrad liebst, dann solltest du dich nicht mit irgendeiner Luftpumpe zufrieden geben. Umständliches Aufpumpen und der falsche Luftdruck auf den Reifen können die Lust am Radeln nämlich wirklich killen. Nicht alle Modelle sind auf deine Bedürfnisse beziehungsweise die Ansprüche deines Fahrrads ausgelegt. Wir erklären dir, wie sich die verschiedenen Fahrradpumpen unterscheiden und welche für dich geeignet ist.

Welche Fahrradpumpen gibt es?

Grundsätzlich kann man zwischen Standpumpen und Fahrradpumpen für unterwegs unterscheiden. Sie sind auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgelegt und für verschiedene Fahrradtypen geeignet.

Die Standpumpe

Die Standpumpe ist der Klassiker unter den Fahrradpumpen und darf in keiner Garage fehlen. Diese effizienten Pumpen, die für den Einsatz daheim gemacht sind, können unter Hochdruck bis 15 bar (220 psi) liefern, woran die meisten kleineren Pumpen scheitern. Mit einer Standpumpe kannst du jeden Reifen schnell, einfach und sicher aufpumpen. Die meisten Modelle sind mit einemManometer ausgestattet, mit dem du den Luftdruck überprüfen kannst.

Manche Standpumpen sind ausschließlich für Autoventile, andere für Presta- und Dunlopventile geeignet, die sich den gleichen Pumpenkopf teilen. Achte darauf, dass die Standpumpe für dein Fahrradventil geeignet ist. Im besten Fall verfügt sie über einen Doppelkopf und unterstützt alle Ventilarten.

Die Handpumpe oder Mini-Fahrradpumpe für unterwegs

Handpumpen sind portable Lösungen, die für den Einsatz unterwegs geeignet sind. Sie zeichnen sich durch ihre geringe Größe aus. So kannst du sie problemlos im Rucksack oder der Fahrradtasche verstauen. Eine Handpumpe bietet zwar keinen so hohen Luftdruck wie eine Standpumpe, ist aber eine praktische Alternative für unterwegs.

Lediglich für Rennradfahrer sind Mini-Fahrradpumpen nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Sie arbeiten nicht so effizient wie größere Fahrradpumpen – damit dauert es recht lange, die Hochdruckreifen von Rennrädern aufzupumpen. Gerade die französischen Ventile, die viele Rennräder haben, lassen sich mit der kleinen Pumpe nur sehr umständlich befüllen.Für Rennradfahrer, die keine Zeit verlieren wollen, sind Rahmenpumpen die bessere Wahl.

Die Rahmenpumpe – vor allem für Rennräder

Eine Rahmenpumpe ist eine längere, effizientere Handpumpe. Mit einem Druckbereich von bis zu 11 bar (160 psi) gibt es einige Modelle, die speziell zum Befüllen der Hochdruckreifen von Rennrädern konzipiert sind. Sie sitzt direkt auf dem Rahmen, meistens unter dem Oberrohr. Dank unterschiedlicher Längen gibt es für jeden Fahrradrahmen die passende Lösung.

Die Fußpumpe für Cityräder

Die Fußpumpe ist kompakt, allerdings nicht für jedes Fahrrad geeignet. Sie erzeugt keinen sehr hohen Druck und ist damit eine Option für Trekking- oder Cityräder, aber nicht die beste Wahl für Rennräder und Co.

Fahrradpumpen mit Manometer (Bar-Anzeige)

Da ein schleichender Druckverlust normal ist, solltest du den Luftdruck mindestens einmal pro Monat prüfen. Ein Manometer hilft dir dabei und zeigt dir den Reifendruck an. So bist auf dem Fahrrad immer sicher und effizient unterwegs. Gerade die Reifen von schweren E-Bikes und die schmalen Reifen von Rennrädern sollten immer gut gefüllt sein.

Heutzutage sind die meisten Standpumpen und auch immer mehr tragbare Varianten mit einem Manometer ausgestattet. Alternativ eignen sich digitale Manometer oder elektrische Fahrradpumpen zur Anzeige des Luftdrucks.

Die CO₂-Pumpe für ganz flotte Radler

Technisch gesehen ist die CO₂-Pumpe gar keine richtige Luftpumpe, da sie nur einen einzigen CO₂-Stoß liefern kann. Sie ist leicht zu transportieren und pumpt deinen Reifen in Sekundenschnelle auf. Damit ist sie perfekt für Radfahrer, die keine Zeit verlieren wollen, und besonders bei Rennradfahrern beliebt.

Eine Sache gibt es jedoch zu beachten: Die CO₂-Pumpe arbeitet mit Kohlenstoffdioxid, das schneller als Luft austritt. Es kann also sein, dass du deinen Reifen bald wieder aufpumpen musst.

Die elektrische Fahrradpumpe

Die elektrische Fahrradpumpe ist ein wahrer Allrounder. Mit ihr kannst du allerlei Gegenstände wie Auto- und Fahrradreifen, Spielzeug oder Luftmatratzen aufpumpen. Dein elektrischer Helfer übernimmt die Arbeit für dich und das manuelle Pumpen entfällt. Da bei den meisten elektrischen Luftpumpen ein Manometer eingebaut ist, kannst du mit ihnen auch den Reifendruck überprüfen.

Welche Ventile gibt es und welche Pumpe brauche ich für mein Bike?

Beim Kauf einer Fahrradpumpe ist es wichtig zu wissen, welche Ventile an deinem Fahrrad vorhanden sind.

Es gibt drei Arten von Fahrradventilen:

  • Schrader- oder Autoventil (AV): Das Schraderventil findest du an Kraftfahrzeugen und Fahrrädern mit breiteren Reifen, zum Beispiel an Kinderfahrrädern oder Mountainbikes .
  • Presta- oder Sclaverandventil (SV): Mit einem hohen Maximaldruck ist dieses Ventil für dünne Reifen geeignet. Es kommt typischerweise an Rennrädern zum Einsatz.
  • Dunlopventil (DV): Das Dunlopventil sieht man hauptsächlich bei City- und Trekkingbikes. Um den Reifen mit Luft zu befüllen, kannst du Fahrradpumpen, die zugleich für Presta- und Dunlopventile geeignet sind, verwenden.

Dennoch musst du nur zwischen zwei Pumpenköpfen unterscheiden. Praktisch, dass sich das Presta- und das Dunlopventil einen Aufsatz teilen!

   
Ventil   
   
Autoventil (AV)   
   
Sclaverandventil (SV)   
   
Dunlopventil (DV)   
   
Max. Druck   
   
10 bar   
   
15 bar   
   
6 bar   
   
Luftpumpe   
   
Autopumpe, Fahrradpumpe fürs Autoventil   
   
Fahrradpumpe für Presta- und Dunlopventil   
   
Fahrradpumpe für Presta- und Dunlopventil   
   
Einsatzgebiet   
   
City- und Trekking-Bikes   
   
Rennrad   
   
MTB, Kinderfahrrad, BMX   

Luftpumpen für Tubeless-Reifen

Tubeless-Reifen ermöglichen Fahrspaß ohne Schlauch! Bei schlauchlosen Ventilen, die in der Felge sitzen, kann es sich um Presta- oder Schraderventile handeln. Für das Hinzufügen von Luft kannst du eine herkömmliche Fahrradpumpe verwenden. Jedoch wirst du bei derMontage der Reifen möglicherweise einen Kompressor oder einen Tire Booster benötigen.

Ob du für Tubeless-Reifen eine spezielle Luftpumpe benötigst, hängt von der Kombination aus Reifen und Felge ab. Um deinen Tubeless-Reifen richtig anzubringen, ist ein kräftiger Luftstoß erforderlich, der die Reifenwulst schnell ins Felgenhorn drückt und den Reifen abdichtet.

Das gelingt mit herkömmlichen Standpumpen nicht immer, wie Peter Krischio, Produktmanager bei Schwalbe , erklärt. Ein Kompressor, der die Luft verdichtet, hilft hier weiter.

Fahrradpumpe: Wie viel Volumen und Druck wird benötigt?

Radfahrer haben die Qual der Wahl: Hohes Volumen für ein schnelles Aufpumpen oder hoher Luftdruck? Eine Hochdruckpumpe ist oft ein Kompromiss für die Volumenleistung – und das Aufpumpen dauert länger. Bei einer Pumpe mit hohem Volumen sind weniger Hübe erforderlich, um den gewünschten Druck zu erreichen. Gleichzeitig geht damit ein niedrigerer Maximaldruck einher.

Doch nicht alle Fahrräder brauchen viel Druck. Die Fahrradgattung entscheidet darüber, wie viel Luft und wie viel Druck in einen Fahrradreifen muss. Du kannst dir folgende Faustregel merken:

Je breiter deine Reifen, desto mehr Luftvolumen und desto weniger Druck benötigst du.

   
Fahrrad   
   
Luftdruck (bar)   
   
Mountainbike   
   
2 bis 3,5   
   
City- und Trekkingrad   
   
3 bis 4,5   
   
Gravelbike   
   
3 bis 5   
   
Rennrad   
   
6 bis 8,5