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Besser sichtbar auf dem Rad – die besten Tipps

Besser sichtbar auf dem Rad – die besten...

28.04.2021 - Update: 21.09.2021



Wer in der Dunkelheit mit dem Fahrrad unterwegs ist, will gut sehen und gut gesehen werden. Auch bei Tageslicht müssen manche Fahrradfahrer auf ihre Sichtbarkeit achten, schließlich gibt es leider noch nicht überall fahrradfreundliche Infrastrukturen.

Verschiedene Hilfsmittel, wie helle Kleidung und leuchtende Gadgets, stehen dir dafür zur Verfügung. Hier erfährst du, welche Leuchten und Reflektoren sich an deinem Fahrrad befinden müssen und wie du dich darüber hinaus sichtbar machen kannst.

Vier Wege, um dein Fahrrad besser sichtbar zu machen:

1) Scheinwerfer und Rücklicht

Die Beleuchtung deines Fahrrads ist in §67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung geregelt. Ein starker Frontscheinwerfer und ein Rücklicht sind Pflicht. Worauf es sonst noch beim Kauf einer StVZO-konformen Beleuchtung ankommt, haben wir für dich bereits in diesem Artikel zusammengefasst.

Mehr Sicherheit bietet ein Rücklicht, das über ein eingebautes Bremslicht verfügt. Die Bremslichtfunktion wird über einen Beschleunigungssensor ausgelöst und schaltet während des Bremsvorgangs weitere LEDs hinzu. Achte beim Kauf deiner Leuchten außerdem auf eine Kapazitätsanzeige, die dich darauf hinweist, wenn sich der Ladestand dem Ende zuneigt.

2) Zusätzliche Reflektoren

Die Verwendung von Reflektoren ist ebenfalls in der StVZO festgehalten. Demnach muss dein Fahrrad einen weißen Frontreflektor und einen roten Reflektor hinten aufweisen. An den Pedalen müssen nach vorne und hinten strahlende, gelbe Reflektoren angebracht sein. Zwei Speichenreflektoren oder ein durchgehender Reflexstreifen an der Flanke sind ebenso Pflicht.

Klassische „Katzenaugen“ haben den Nachteil, dass sie nur dann leuchten, wenn sie aus einem bestimmten Winkel angestrahlt werden. Speichenreflektoren hingegen umschließen jede einzelne Speiche und reflektieren das einfallende Licht aus 360 Grad. In der Bewegung des Reifens entsteht so ein auffälliges Bild: Die einzelnen Röhrchen verschmelzen zu einer reflektierenden Scheibe.

3) Reflektierende Schutzbleche

Verschiedene Hersteller wie etwa SKS machen sich bei der Entwicklung neuer Schutzbleche Gedanken um eine bessere Sichtbarkeit. Die Konstruktion aus Kunststoff und Aluminium sorgt nicht nur dafür, dass deine Kleidung von Schmutz verschont bleibt, sondern wirft auch das Licht anderer Verkehrsteilnehmer zurück. Neben reflektierenden Streifen wurde bei SKS ein zusätzlicher Reflektor am hinteren Schutzblech verbaut, der Signalwirkung für herannahende Fahrzeuge hat.

4) Sticker und Spray

Reflektierende Aufkleber lassen deinen Rahmen erstrahlen. In einer Packung findest du meist mehrere Sticker. Sie sind bestenfalls regen-, kratz, korrosions- und UV-beständig und lassen sich rückstandslos entfernen.

Noch mehr Gestaltungsspielraum bieten reflektierende Sprays wie das Reflective Marking Spray von Holmenkol. Damit kannst du völlig frei entscheiden, welche Stellen deines Fahrrads in der Dunkelheit reflektieren sollen.

Verwendest du das Spray für deinen Rahmen, solltest du es anfangs eher dünn auftragen, damit sich keine unschönen Tröpfchen bilden. Das Mittel kann einen leichten Grauschimmer hinterlassen, den du, laut Herstellerangaben, mit einem herkömmlichen Fahrradreiniger wieder wegbekommst.

Vier Wege, um dich besser sichtbar zu machen

1) Helle Kleidung und Reflektorweste

Alles was sich in der Höhe des natürlichen Blickfeldes anderer Verkehrsteilnehmer befindet, wird schnell wahrgenommen. Das heißt, eine helle Jacke fallen eher auf als reflektierende Pedale.

Helle Kleidung ist gut, reflektierende Kleidung ist noch besser. Im Optimalfall strahlt deine Jacke in einer Neonfarbe und hat zudem Reflektoren, die bei direktem Lichteinfall besonders stark aufscheinen. So verschaffst du dir eine 360-Grad-Sichtbarkeit und machst andere Verkehrsteilnehmer bereits aus sicherer Entfernung auf dich aufmerksam.

Wer mit seiner Alltagsjacke zufrieden ist, aber seine Sichtbarkeit trotzdem erhöhen möchte, kann auch zu einer herkömmlichen Warnweste greifen. Sie ist bereits für etwa fünf Euro an der Tankstelle oder im Baumarkt erhältlich. In Frankreich ist die Warnweste außerhalb geschlossener Ortschaften für Fahrradfahrer sogar Pflicht.

2) Reflektorband

Ein Reflektorband ist ein einfaches und flexibles Mittel, um deine Sichtbarkeit zu verbessern. Viele Fahrradfahrer tragen das Bändchen am Bein, damit sich die (Regen-)Hose nicht in der Kette verfängt. Du kannst es auch um deinen Arm, oder um das Sattelrohr schlagen. Ein breiter Klettverschluss macht den Umfang des Bändchens variabel und sorgt für festen Halt.

3) Multifunktionstuch und Helmcover

In der kalten Jahreszeit sind Ohren, Nacken und Kopf oft einem eisigen Wind ausgesetzt. Ein Multifunktionstuch schmiegt sich um diese empfindlichen Körperstellen und schützt sie vor starker Auskühlung. Es gibt auch Modelle, zum Beispiel von Buff, die reflektieren.

Eine Regenkappe, die du über den Fahrradhelm ziehst, verhindert, dass Schnee oder Regen durch die Luftschlitze eindringen können. Wählst du hier ein Modell in leuchtenden Farben und mit Reflektoren, erhöhst du gleichzeitig deine Sichtbarkeit.

4) Helm mit integrierter Beleuchtung

Es gibt Fahrradhelme, in die zumindest hinten ein rotes Licht eingebaut ist, das du bei Bedarf aktivieren kannst. Der Lumos Kickstart hat zusätzlich vorn eine weiße LED-Leiste und eine Bremslichtfunktion.

Drei Tipps für sportliche Fahrradfahrer

  • Beleuchtung: Wer mit dem Rennrad unterwegs ist, braucht eine anständige Beleuchtung sobald die Dämmerung einbricht. Akkubetriebene LED-Leuchten können werkzeugfrei montiert werden und eignen sich besonders gut für sportlich ambitionierte Fahrer. Dank ihrer geringen Größe finden sie in jeder Trikot- oder Satteltasche Platz – oder du montierst sie gleich beim Start deiner Tour am Rad.
  • Reflektierender Rucksack: Ein solider Rucksack gehört bei ausgedehnten Touren zur Grundausstattung. Nutze dieses Accessoire, um zusätzlich deine Sichtbarkeit zu erhöhen. Wähle ein Modell in heller Farbe und mit großflächigen Reflektoren. Bestenfalls hat auch das Regencover eine auffällige Farbe.
  • Felgensticker: Eine Alternative zu Katzenaugen können Felgensticker sein. Das sind elastische, selbstklebende Aufkleber, die du auf beiden Seiten der Felge anbringen kannst.

Mach dich sichtbar!

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie du dich für andere Verkehrsteilnehmer gut erkennbar machst. Wenn du in der Dunkelheit unterwegs bist, solltest du auf jeden Fall ein StVZO-konformes Licht mitführen.

Eine klassische Warnweste und Reflektorbänder sind günstige und flexibel einsetzbare Ergänzungen, die du über deiner Alltagskleidung tragen kannst. Eine helle Jacke und reflektierende Accessoires können den Leuchteffekt verstärken.

Ein Helm mit integrierter Beleuchtung strahlt schon, bevor dich das Scheinwerferlicht trifft. Diese kleinen Anpassungen stören beim Fahren nicht und erhöhen deine Sicherheit – gut für dich und für andere Verkehrsteilnehmer.

Wir aus der Bikes.de-Redaktion haben eine große Leidenschaft: Fahrräder. Und diese Leidenschaft wollen wir mit dir teilen. Daher sind wir immer auf der Suche nach neuen, spannenden und relevanten Themen rund ums Rad, die dir Information und Orientierung bieten – und vor allem jede Menge Lust aufs Radfahren machen sollen. Viel Spaß beim Lesen!