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E-Bike

Welche Grundausstattung für E-Biker?

Welche Grundausstattung für E-Biker?

28.04.2021 - Update: 04.08.2021



Viele Alltagsfahrer verwenden E-Bikes bereits als ökologische Alternative zum Auto. Ein schöner Trend, der aber noch ausbaufähig ist. Laut einer Erhebung des Umweltbundesamts könnten bis zu 30 Prozent der Autofahrten durch das Fahrrad ersetzt werden. Schickes Zubehör kann die Motivation erhöhen, sich aufs E-Bike zu schwingen. Aber nicht nur das: Vieles davon ist auch wichtig für die Sicherheit oder macht die Radnutzung angenehmer. Diese Accessoires solltest du besitzen:

Helm

Für Fahrradfahrer gilt zwar keine ausdrückliche Helmpflicht, dennoch solltest du gerade auf einem E-Bike auf ausreichenden Kopfschutz achten. Mit deinem E-Bike bist du sehr wahrscheinlich schneller unterwegs als mit einem herkömmlichen Bike. Dadurch wirken auch stärkere Kräfte bei einem Sturz auf dich ein.

Alle Helme, die in der Europäischen Union und in der Schweiz auf den Markt kommen, müssen eine Prüfung gemäß der EN 1078-Richtlinien bestehen. Wer besonders sicher unterwegs sein möchte, sollte zu einem Helm greifen, der nach der NTA-6775-Norm für S-Pedelecs geprüft wurde.

Im Vergleich zu herkömmlichen Fahrradhelmen müssen NTA-zertifizierte Helme Sturztests mit rund 20 Prozent höherer Geschwindigkeit überstehen. Zudem decken diese Helme den Hinterkopf besser ab.

Tipp: Die Passform eines Helms variiert von Hersteller zu Hersteller, deshalb ist es nur bedingt zu empfehlen, deinen Helm im Internet zu kaufen. Im Fachhandel kannst du so lange anprobieren, bis du den Helm gefunden hast, der genau zu deinem Kopf passt.

Tasche

Pendler schätzen sie genauso wie Tourenradler: die Fahrradtasche. Sie ist das ideale Zubehör, um Arbeitsmaterial, Einkäufe oder eine zusätzliche Jacke mit dem Fahrrad zu transportieren. 

Seitentaschen lassen sich ganz bequem an den seitlichen Haltestreben des Gepäckträgers montieren. Sie fassen zwischen 15 und 25 Liter und eigenen sich damit perfekt für Pendler und Alltagsfahrer. Mittels einer Schnellkupplung kannst du deine Seitentasche fix an- und abschnallen.

Lenkertaschen befestigst du meist mit einem Klicksystem am Lenker. Sie bieten genügend Platz für dein Portemonnaie, dein Handy und deine Schlüssel. Perfekt, um die wichtigsten Gegenstände immer im Auge zu behalten.

Eine Satteltasche wird, wie es der Name es schon vermuten lässt, an der Sattelstütze angebraucht. Sie ist praktisch für Tourenfahrer, da in ihr z. B. ein Minitool, Flicken und Reifenheber für Reparaturen unterwegs Platz finden.

Tipp: Damit deine persönlichen Gegenstände vor Schnee und Regen geschützt sind, sollte eine gute Fahrradtasche wasserfest sein.

Möchtest du mit dem Rad in die Arbeit pendeln, sollte die Tasche bestenfalls ein gepolstertes Fach haben, in dem du sensible Teile wie deinen Laptop verstauen kannst. In manchen Taschen, die speziell für E-Bikes gemacht sind, gibt es sogar ein zweites gepolstertes Fach, in dem du deinen Ersatzakku sicher transportieren kannst.

Fahrradschloss

E-Bikes sind in der Anschaffung relativ teuer, deshalb solltest du dein Rad auch dann sicher wissen, wenn du es nicht in der heimischen Garage oder in deiner Sichtweite abgestellt hast.

Ist ein Bike noch nicht von vornherein mit einem hochwertigen Schloss ausgestattet, solltest du dir unbedingt eines anschaffen. Es gibt verschiedene Varianten mit verschiedenen Vor- und Nachteilen. Dein Fahrradfachhändler hilft dir hier sicher gern weiter.

Tipp: Doppelt hält besser! Eine Kombination aus zwei unterschiedlichen Materialien und Schließzylindern erschwert den Diebstahl. Wenn du dein Bike für längere Zeit außer Sichtweite abstellst, lohnt es sich deshalb, ein zweites Schloss anzubringen.

Pumpe

Die Reifen deines E-Bikes musst du regelmäßig mit Luft befüllen. Eine Standpumpe eignet sich optimal für die heimische Garage oder deine private Fahrradwerkstatt. Achte darauf, dass ihr Kopfstück zu den Ventilen deiner Schläuche passt.

Ein sogenannter Doppelkopf, also zwei Öffnungen für verschiedene Ventilformen, kann nützlich sein, wenn du mehrere Fahrräder mit unterschiedlichen Ventilen hast.

Für gewöhnlich haben Standpumpen ein Manometer, das dir hilft, den Reifendruck zu kontrollieren.

Tipp: Gegebenenfalls im Winter mit etwas weniger Druck fahren. Dadurch erhöht sich die Aufstandsfläche der Reifen und du hast mehr Grip auf Matsch und Eis.

Grundausstattung für sportliche E-Biker

Beleuchtung

Sportliche E-Bikes und E-Mountainbikes haben normalerweise keine feste Beleuchtung. Falls du doch mal in die Dämmerung oder Dunkelheit kommst, solltest du dir deshalb Stecklichter zulegen.

Auch bei trübem Regenwetter und Nebel machen dich eine Front- und Rückleuchte für andere Verkehrsteilnehmer besser sichtbar und erhöhen damit deine passive Sicherheit.

StVZO-zugelassene Fahrradlampen sind ausreichend, solange du dich auf befestigten Wegen aufhältst. Meist sind sie aber nicht hell genug, um damit auch Trails im Dunkeln fahren zu können. Möchtest du das tun, solltest du über eine leistungsstarke LED-Helmlampe nachdenken.

Tipp: Die Ausleuchtung von Steck- und Helmlampen kann sehr unterschiedlich ausfallen. Je weiter weg du dich von befestigten Wegen und beleuchteten Straßen entfernst, desto mehr von dem, was vor dir passiert, sollte die Lampe sichtbar machen. Nur so erkennst du auch bei höherem Tempo frühzeitig Schlaglöcher und andere Hindernisse.

Schutzbleche

Es gab Zeiten, da waren Schutzbleche an sportlichen Rädern verpönt. Wer aber einmal mit nassem, dreckbespritztem Hintern und Gesicht von der Regentour zurückgekommen ist, weiß den Spritzschutz zu würdigen.

Sportliche E-Biker haben dank Steckschutzblechen die Option, sie nur dann anzubringen, wenn sie sie brauchen. Es gibt unterschiedliche Mechanismen, zum Beispiel per Gummibändern oder Schnallenmechanismus. Je nach Fahrradgattung sind die Steckschutzbleche breiter oder schmaler, je nach Schutzbedarf länger oder kürzer.

Tipp: Wenn du maximal flexibel bleiben möchtest, kannst du dir einen sogenannten Ass-Saver zulegen. Das sind kleine Plastikschützer, die du in das Sattelgestell klemmst.

Ist der Boden wieder trocken, kannst du ihn zusammengefaltet unter dem Sattel transportieren. Aufgrund der geringen Länge ist der Spritzschutz zwar begrenzt, aber besser als nichts.

Flaschenhalter

Auf längeren Touren solltest du etwas zu trinken dabeihaben, um leistungsfähig zu bleiben und nicht zu dehydrieren. Eine praktische Option, Wasser, Schorle und Co. zu transportieren, ist per Radflasche und Flaschenhalter.

Letzteren kannst du ganz einfach mit zwei Schrauben an deinem Fahrradrahmen befestigen, meist am Unterrohr oder am Sattelrohr.

Flaschenhalter gibt es in verschiedenen Materialien wie Kunststoff, Aluminium und Carbon. Modelle aus Plastik kannst du ab etwa 5 Euro ergattern, während Halter aus Carbon ab 15 Euro erhältlich sind.

Tipp: Achte darauf, dass die Flasche so im Halter sitzt, dass sie weder wackelt noch schwer herauszuziehen ist. Bei sehr kleinen Rahmen kann es sein, dass sich normale Radflaschen (750 ml) kaum aus dem Halter nehmen lassen, ohne an die Rohre zu stoßen.

Hier besser auf kleinere Flaschen oder alternative Flüssigkeitstransportmöglichkeiten (z. B. Trinkrucksack) zurückgreifen, damit du durch das Herumgeruckle nicht vom Verkehr abgelenkt wirst.

Radcomputer

Ein Fahrradcomputer kann motivieren und das Training effizienter machen. Es gibt verschiedene Ausführungen, von Basis-Modellen, die Zeit, Distanz, aktuelle und Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen bis hin zu GPS-Geräten mit Touchscreen, Navigationsfunktion und einstellbaren Trainingsprogrammen.

Welcher für dich der passende ist, hängt davon ab, was du mit dem Computer tracken möchtest. Lass dich am besten im Fachhandel beraten.

Tipp: Einige Hersteller nutzen eine App als Ergänzung zum Fahrradcomputer, um weitere Infos darzustellen. Diese Kombination kann die Bedienung erleichtern, ohne dass du auf Trainings- und Leistungsdaten verzichten musst.

Minitool und Minipumpe

Zwei kleine, aber wichtige Gadgets, die du – neben einem Ersatzschlauch – auf jeder Tour dabeihaben solltest, sind Minitool und Minipumpe. Egal ob der Sattel justiert, der Schlauch gewechselt oder der Flaschenhalter festgezogen werden muss – mit einem Minitool, das verschiedene Inbusschlüssel, Schraubendreher und bestenfalls auch zwei Reifenheber hat, bist du für kleinere Reparatur- und Anpassungsarbeiten gerüstet.

Minipumpen sind mit einer Größe von etwa 20 bis 25 Zentimetern so kompakt, dass du sie am Fahrradrahmen oder in der Trikot- oder Satteltasche mitnehmen kannst. Damit bekommst du zwar nicht ganz so viel Druck auf den Schlauch wie mit einer Standpumpe, aber um nach einem Platten wieder nach Hause zu kommen, reicht es auf jeden Fall.

Tipp: Alternativ dazu, den kompletten Schlauch bei einer Panne zu wechseln, kannst du auch versuchen, den kaputten zu reparieren. Auch wenn diese Variante eher etwas ist, das du in Ruhe zu Hause machen kannst.

Welches Zubehör ist fürs E-Bike notwendig?

Du brauchst nicht Unmengen von Geld in allen möglichen Schnickschnack zu investieren. Es genüge einige gut gewählte Accessoires, um deine E-Bike-Karriere in Schwung und dich in Sicherheit zu bringen.

Dazu gehören:

  • ein gutsitzender Helm
  • ein solides Schloss
  • eine Sattel- oder Lenkertasche
  • Schutzbleche
  • Licht
  • Minitool und Minipumpe

Wir aus der Bikes.de-Redaktion haben eine große Leidenschaft: Fahrräder. Und diese Leidenschaft wollen wir mit dir teilen. Daher sind wir immer auf der Suche nach neuen, spannenden und relevanten Themen rund ums Rad, die dir Information und Orientierung bieten – und vor allem jede Menge Lust aufs Radfahren machen sollen. Viel Spaß beim Lesen!