Anmelden

10
Accessoires

Ab ins Körbchen: Hundefahrradkörbe und Anhänger

Ab ins Körbchen: Hundefahrradkörbe und A...

23.04.2021 - Update: 01.09.2021



Als Hundeliebhaber wollen wir unseren besten Freund in alle Bereiche unseres täglichen Lebens integrieren. Den Hund neben dem Fahrrad mitlaufen zu lassen, ist abhängig von der Hunderasse, der Strecke und dem Wetter allerdings oft keine gute Idee. Mit einem Hundefahrradkorb oder -anhänger kannst du deinen treuen Wegbegleiter immer und überall hin mitnehmen, ohne, dass er selbst laufen muss.

Radfahren mit Hund: Möglichkeiten zum Hundetransport

Den Hund auch bei einer ausgedehnten Fahrradtour mit an Bord zu haben, macht Spaß und ist praktisch. So könnt ihr zusammen die Welt erkunden, etwas größere Touren unternehmen, und dein treuer Vierbeiner muss nicht allein zu Hause bleiben. Du kannst deinen Hund gemäß StVO § 28 neben dem Fahrrad mitführen, solange du die Leinenpflicht des jeweiligen Bundeslandes beachtest, oder ihn in einer geeigneten Transportmöglichkeit wie einem Hundekorb oder einem Anhänger mitnehmen.

Labradore, Huskys oder Eurasier sind energiegeladene Hunde, die gut neben dem Fahrrad mitlaufen können. Für andere Rassen wird das durchgehende Traben schnell zur Tortur, zum Beispiel für solche mit kurzen Beinen wie Beagle, Corgis oder Dackel.

Auch große und schwere Hunde, bei denen die hohe Belastung schnell zu Gelenkverletzungen führt, und Hunderassen mit verkürzter Schnauze, die oftmals schlecht(er) Luft bekommen, sollten nicht neben dem Fahrrad herlaufen müssen – ebenso wenig wie alte Hunde und Welpen bis zu einem Alter von 1,5 Jahren.

Generell gilt: Es ist nie ein Fehler, sich einen Hundekorb oder einen Anhänger zuzulegen. So kannst du deinen Hund sicher nach Hause bringen, falls er nach einer weiten Strecke erschöpft ist oder sich beim Spielen verletzt. Du kannst deinen Hund so immer mitnehmen – egal wie weit der Weg ist.

Fahrradkorb für kleine Hunde

Kleine Hunde kannst du ideal im Fahrradkorb transportieren. Dabei sind nicht die klassischen, oben offenen Fahrradkörbe aus Metall oder Stahl gemeint. Hundefahrradkörbe werden speziell für die sichere Mitnahme von Hunden konzipiert. Sie unterscheiden sich insbesondere im Hinblick auf das Material, ihre Form und ihren Aufbau von herkömmlichen Fahrradkörben.

Außerdem sind sie mit Sicherheitsmaßnahmen und oft mit weiteren Extras für deinen treuen Weggefährten ausgestattet. So haben sie häufig eine Art Käfigaufsatz, damit der Hund während der Fahrt nicht herausspringen kann. Manchmal ist auch eine Vorrichtung integriert, an der du die Leine einhaken kannst.

Befestigung des Fahrradkorbs

Du kannst den Hundefahrradkorb entweder an deinem Lenker oder am Gepäckträger befestigen. Wenn sich der Korb vorn befindet, kannst du deinen Hund immer im Auge behalten. Allerdings kann das zusätzliche Gewicht das Lenken erschweren und das Fahrverhalten deines Bikes verändern.

Du solltest den Fahrradkorb nur dann vorn am Lenker befestigen, wenn dein Hund weniger als zehn Kilogramm, im besten Fall nicht mehr als acht Kilogramm, wiegt.

Kleine und mittelgroße Hunde mit mehr als zehn Kilogramm sollten besser hinten auf dem Gepäckträger mitfahren. Das erleichtert das Lenken, verbessert das Fahrverhalten und erhöht die Sicherheit.

Wie groß darf ein Hund für die Mitnahme in einem Fahrradkorb sein?

Hinsichtlich der Größe und Form gibt es für alle kleinen und mittelgroßen Hunde den passenden Korb. Die meisten Fahrradkörbe sind 50 bis 75 Zentimeter breit und 40 bis 50 Zentimeter hoch. Bei der Wahl solltest du darauf achten, dass dein Hund in seinem Korb bequem liegen und aufrecht stehen kann.

In der Regel spielt das Gewicht des Tieres eine größere Rolle, da die Belastbarkeit der Körbe begrenzt ist. Je nach Korb liegt die maximale Belastbarkeit bei acht bis 15 Kilogramm. Doch auch für große und schwerere Hunde gibt es die passende Lösung: ein stabiler Fahrradanhänger. Dazu später mehr.

Fahrradanhänger für große Hunde

Größere Hunde können bequem im Fahrradanhänger mitfahren. Radfahrer befestigen den Anhänger genau wie Kinderanhänger über die mitgelieferte Anhängerkupplung an der Hinterradnabe. Hochwertige Hundefahrradanhänger sind mit mehreren Einstiegen und Öffnungen sowie luftdurchlässigen Fenstern ausgerüstet. Außerdem bieten sie Schutz vor ungünstigen Wetterbedingungen und anfliegenden Fremdkörpern.

Konventionelle Hundeanhänger verfügen über luftbereifte Räder. Für zusätzlichen Komfort auf unebenen Waldwegen oder Pflastersteinen gibt es aber auch Produkte, die mit zwei Federbeinen an den Achsen ausgestattet sind.

Befestigung des Hundeanhängers

Hundebesitzer montieren den Hundeanhänger über eine Verbindungsstange mit Anhängerkupplung an der Hinterradnabe. Darüber hinaus gibt es auch Hundebeiwagen, in denen dein Wegbegleiter direkt an deiner Seite mitfahren kann. Dafür muss dein Fahrrad jedoch über eine Ständervorrichtung am Tretlager verfügen, da sich die bisher verfügbaren Produkte nur hier montieren lassen.

Wie groß darf ein Hund für die Mitnahme in einem Anhänger sein?

Prinzipiell sind dir mit dem richtigen Fahrradanhänger keine Grenzen gesetzt. Es gibt Modelle, die für mittelgroße Hunde bis 35 Kilogramm geeignet sind. Damit kann dich ein Münsterländer, Labrador oder Bobtail begleiten. Es gibt aber auch Varianten, die auf Gewichte bis zu 80 Kilogramm ausgelegt sind. Damit ist es dir theoretisch sogar möglich, Schwergewichte wie Neufundländer oder Leonberger zu transportieren – solange der Anhänger groß genug ist und du sehr trainierte Beine hast.

Das richtige Material für Hundekorb und -hänger

Hundefahrradkörbe sind meist aus Kunststoff, Stoff oder Weide gefertigt. Alle Materialien haben Vor- und Nachteile.

Art Vorteile Nachteile
Hundefahrradkorb aus Kunststoff * geringes Gewicht
* robust
* leicht zu reinigen
* optisch meist verbesserungsfähig
* für Komfort sind ggf. weitere Polsterungen und Accessoires notwendig
Hundefahrradkorb aus Stoff * optisch ansprechend
* hoher Komfort
* schwieriger zu reinigen
Hundefahrradkorb aus Weide * optisch ansprechend
* leicht zu reinigen
* natürlicher und schnell nachwachsender Rohstoff
* regelmäßige Überprüfung notwendig: Enden der Weidengerten können herausstehen oder sich lösen

Bei Hundeanhängern entfällt die Qual der Wahl. Hier besteht die Kabine meist aus Nylon oder Polyester, da diese Stoffe strapazierfähig und wasserdicht sind.

Tipp: Nicht immer ist das Material entscheidend für den Komfort. Diesen kannst du ganz leicht durch Polsterungen und zusätzliche Accessoires wie Decken und Kissen erhöhen. Auf holprigen Wegen verbessern zusätzliche Federungen das Fahrgefühl - und dein pelziger Begleiter wird weniger durchgeschüttelt.

Gewöhne deinen Hund an sein rollendes Körbchen

Damit sich ein Hund in seinem Hundefahrradkorb oder dem Anhänger wohlfühlt, solltest du ihn vor eurem ersten gemeinsamen Ausflug daran gewöhnen. Das braucht Zeit und Geduld, du solltest also nicht erwarten, dass du sofort nach dem Kauf von Fahrradkorb oder -anhänger auf Tour gehen kannst. 

Lass den Hund sein rollendes Körbchen ausgiebig beschnuppern. Am besten steht es dafür in der Wohnung oder im Garten, sprich: in einem Umfeld, das der Hund kennt. Dann kannst du versuchen, ihn mit Leckerlis, Spielzeug und Loben zum Einsteigen zu bewegen. Blockiere beim Hänger die Räder oder montiere sie ab, bei der "Erstbesteigung" sollte kein Wackeln den mutigen Vierbeiner erschrecken. 

Damit sich der Hund wohler fühlt, kannst du seine Decke oder das Kissen aus seinem Körbchen in das Transportbehältnis legen. Sitzt der Hund drin, heißt es warten, loben und geduldig die Zeit, die er freiwillig im Korb oder Hänger verbringt, Stück für Stück steigern. 

Fühlt sich dein Fellfreund im Fahrradkörbchen oder -anhänger wohl, kannst du ihn die ersten paar Meter bewegen - und zwar per Hand, ohne Bike. Erst wenn das zuverlässig klappt ohne das der Vierbeiner nervös wird, kannst du Korb oder Anhänger am Rad anbringen. Auch hier gilt wieder: erst nur ein paar Meter und wenn das stress- und angstfrei klappt, Zeit bzw. Distanz langsam steigern.

Bevor ihr gemeinsam längere Touren unternehmt, solltet ihr zunächst eine kurze und langsame Testfahrt über ebene Untergründe machen, um ihn mit dem neuen Gefühl vertraut zu machen.

Die wichtigsten Tipps zusammengefasst

Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengefasst, mit denen sich dein pelziger Freund garantiert pudelwohl fühlt in seinem rollenden Körbchen:

  • Orientiere dich beim Kauf von Hundekörben und Anhängern an Größe und Gewicht deines Hundes.
  • Wiegt dein Vierbeiner unter acht Kilogramm, kannst du den Hundefahrradkorb am Lenker befestigen.
  • Fahrradkörbe, die am Gepäckträger befestigt werden, eignen sich für kleine Hunde mit einem Gewicht von bis zu 15 Kilogramm.
  • Für größere Hunde gibt es Fahrradanhänger und Beiwagen mit einer möglichen Belastung von bis zu 80 Kilogramm.
  • Mache deinen Wegbegleiter vor eurer ersten gemeinsamen Fahrt mit seiner Transportmöglichkeit vertraut.
  • Zusätzliche Accessoires wie Kissen und Decken erhöhen Komfort und Wohlbefinden.

Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaften widmet sich Luisa nun der Sonderpädagogik, wobei ihr Schwerpunkt auf der emotionalen und sozialen Entwicklung liegt. Ihrer Liebe zum Schreiben und zum Sport kann sie als Redakteurin für Bikes.de weiterhin nachgehen. Wenn sie nicht gerade am Studieren und Schreiben ist, trifft man sie zum Wandern, Joggen und Radfahren irgendwo im Wald an. Für Luisa ist das Fahrrad ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel, ein Sportgerät und ein tolles Fahrzeug, um Natur zu erleben und die Welt zu entdecken. Am liebsten ist sie mit ihrem Trekkingrad oder ihrem Mountainbike unterwegs.