Alles zur E-Bike-Beleuchtung

Mit LED und Akku durch die Nacht:

Die richtige Fahrradbeleuchtung für Tag und Nacht


Nicht nur in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, im Straßenverkehr gut sichtbar zu sein. Besonders für Fahrräder und E-Bikes ist die Frage der richtigen LED-Fahrradbeleuchtung sehr wichtig. Nicht nur praktisch sollte die Fahrradbeleuchtung am E-Bike sein, sondern sie muss auch den geltenden Gesetzen in Deutschland entsprechen. Dies dient zum Schutz der Fahrradfahrer, aber auch der anderer Verkehrsteilnehmer. Besonders für E-Bikes gelten in der StVZO besondere Regeln, über die jeder E-Bike-Fahrer rechtzeitig aufgeklärt sein sollte, bevor er im Winter oder nachts auf sein Bike steigt.

Viele Fahrräder und E-Bikes werden bereits mit vorinstallierter LED-Beleuchtung geliefert, die über den Akku betrieben werden kann. Zu dieser Grundausstattung gehören Reflektoren, Scheinwerfer und das richtige Rücklicht. Zusätzlich kann man unterschiedlichste E-Bike-Beleuchtungssets erwerben. Welche man wirklich braucht und ob diese der StVZO entsprechen, ist nicht immer leicht ersichtlich. Da E-Bikes im Straßenverkehr immer beliebter werden, bieten auch immer mehr Hersteller Zubehör wie LED-Fahrradbeleuchtung an. Man sollte sich daher gut überlegen, welche E-Bike-Beleuchtung für die eigenen Bedürfnisse die richtige ist, um gute Sicht und Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Gesetzliche Anforderung an ihre E-Bike-Beleuchtung

Um im Straßenverkehr sicher unterwegs sein zu können, müssen nicht nur Fahrräder sondern auch E-Bikes über eine StVZO-konforme Lichtanlage als Fahrradbeleuchtung verfügen. Da E-Bikes in den letzten Jahren immer beliebter wurden, kam es diesbezüglich vermehrt zu Gesetzesänderungen. Es lohnt sich daher besonders, immer auf dem neusten Stand der Gesetzeslage zu bleiben, was die E-Bike-Beleuchtung angeht.

Es ist wichtig zu wissen, dass auch Lichtanlagen, die nicht über den Nabendynamo sondern über einen externen Akku betrieben werden, laut StVZO für den Straßenverkehr zugelassen sind. Auch Bremslichter, wie man sie an Pkws findet, dürfen seit dem Jahr 2017 am E-Bike angebracht sein. Radfahrer sind allerdings nicht verpflichtet, jederzeit Akku-Beleuchtung mitzuführen, sondern nur bei entsprechendem Bedarf.

Inzwischen sind Reflektoren in den Speichen auch nicht mehr die einzig legale Methode, um die seitliche Sichtbarkeit des Radfahrers zu erhöhen. Auch umlaufende Streifen am Rahmen, den Reifen oder den Felgen sind im Straßenverkehr erlaubt. Auch Reflektoren in Form von Speichenstiften sind eine legale Option der Beleuchtung, solange sie an allen Speichen angebracht sind. Um die Fahrsicherheit für Fahrräder sicher zu stellen, dürfen laut StVZO entweder ein oder zwei Scheinwerfer verbaut werden. Neben Rücklicht und Scheinwerfer sind auch Reflektoren vorn und hinten am Rad verpflichtend. Auch ein Fernlicht, wie man es vom Auto kennt, ist für E-Bikes inzwischen legal.


Gesetzesänderung für E-Bike-Beleuchtung seit 2019

Seit dem Jahr 2019 gilt speziell für Pedelecs ein neues Gesetz innerhalb der StVZO, das besagt, dass Elektrofahrräder noch mindestens zwei Stunden Strom für die Lichtanlage aufbringen müssen, nachdem der Akku die Motorunterstützung bereits abgeschaltet hat. Das bedeutet für E-Bike-Fahrer: Nur weil der Motor nicht mehr läuft, heißt das nicht, dass die Leuchten und damit die Sichtbarkeit im Straßenverkehr versagen dürfen. Da batteriebetriebene Lichtanlagen inzwischen erlaubt sind, die nicht über den Nabendynamo gespeist werden, sollte das für E-Biker keine größere Herausforderung sein. Verpflichtend ist auch die Kennzeichnung durch die sogenannte K-Nummer der jeweiligen Fahrradbeleuchtung. Im Hinterkopf behalten sollte man stets, dass man bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben für Lichtanlagen am eigenen Fahrrad oder Pedelec eine Strafe von mindestens 35 Euro Bußgeld zu erwarten hat. Weiterhin verboten sind laut StVZO Blinklichter, egal im Scheinwerfer oder Rücklicht integriert, da diese die Sicherheit auf der Straße mehr gefährden als sichern.

Unterschiedliche Beleuchtungsarten: LED, Nabendynamo oder Batterie?

Viele Hersteller bieten jedoch auch batteriebetriebene LED-Fahrradbeleuchtung an, die auf jedes Bike gesteckt werden kann. Diese Sets enthalten in der Regel alle Lampen, die man für eine sichere Fahrt benötigt und können praktisch über USB wieder aufgeladen werden. Seit dem Jahr 2013 dürfen Fahrradfreunde auch ganz legal akkubetriebene LED-Fahrradbeleuchtung nutzen, die extern am Fahrrad angebracht sind. Bei den nicht fest integrierten Fahrradbeleuchtungen besteht der Vorteil, dass ältere Pedelec-Modelle nachgerüstet werden können, allerdings muss jederzeit darauf geachtet werden, dass genug Energie für den Einsatz der Lampen vorhanden ist.

Egal, ob Sie sich für die integrierte Beleuchtung Ihres Fahrrads entscheiden, oder mit einem praktischen Set an LED-Fahrradbeleuchtung nachhelfen: Wichtig ist, dass die Batterie stets genug Licht erzeugen kann, um auch weiter zu leuchten, wenn der Motor bereits ausgeschaltet ist. Dank USB kann man externe Lampen und Akku-Beleuchtung schnell und effektiv aufladen, das spart viel Zeit und Nerven. Bei Scheinwerfern und Rücklichtern sollten die LEDs jederzeit gut sichtbar sein. Dank moderner LED-Technik kann man die Sicht und Sichtbarkeit des eigenen Pedelecs um ein Vielfaches ganz einfach erhöhen und so sicher auf der Straße unterwegs sein.

Good to know: gute Beleuchtung am Fahrrad

Laut der StVZO ist eine sogenannte K-Nummer verpflichtend für die Lichtanlage des Fahrrads oder Pedelecs. Doch was genau ist das? Die K-Nummer ist ein Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamtes, die sicherstellt, dass die Fahrradbeleuchtung auf öffentlichen Straßen benutzt werden darf. Hierbei ist egal, ob es sich um Licht durch einen Akku, LED-Leuchten oder einer Batterie handelt. Outdoor-Leuchten verfügen nicht immer über eine solche K-Nummer, daher ist genaues Hinsehen erforderlich. Die K-Nummer ist durch ein wellenförmiges Symbol dargestellt, an die sich die Zulassungsnummer anschließt. Sie beginnt immer mit einem K. Bei Unsicherheiten sind Fahrradwerkstätten und Verkäufer gerne behilflich.

Mindestens genauso wichtig wie eine gute Fahrradbeleuchtung sind die richtigen Einstellungen am Pedelec. Die Montage sollte gewissenhaft und professionell durchgeführt werden, damit die Scheinwerfer und Rücklichter niemals blenden. Der Gesetzgeber gibt daher vor, dass Leuchten am Rad nie höher als 1,20 Meter hoch angebracht werden dürfen. Die Mindesthöhe beträgt 40 Zentimeter beim Scheinwerfer und 25 Zentimeter beim Rücklicht. Wichtig ist dabei natürlich auch, dass die Lichtstärke nicht zu gering ist, damit die Sicht des Radfahrers nicht eingeschränkt ist. Ab 30 Lux kann man von einer guten Sicht in der Dunkelheit ausgehen. Besonders LED-Scheinwerfer bieten einen Lux-Wert von bis zu 100 Lux, sind aber auch dementsprechend teurer in der Anschaffung.

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