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E-Bike Versicherung: Infos zu Modellen und Leistungen

E-Bike Versicherung: Infos zu Modellen u...

27.04.2021 - Update: 16.06.2021

E-Bike Versicherung: Infos zu Modellen und Leistungen

Ist eine E-Bike-Versicherung überhaupt nötig?

Jeder Erfolg hat seine Schattenseiten – auch der Boom der elektrischen Fahrräder. Die Deutschen kaufen immer mehr Elektroräder, sogenannte Pedelecs, das bedeutet, dass die Flotte der hochpreisigen Räder auf unseren Straßen stetig größer wird. Dieser Fakt führt dazu, dass immer mehr teure E-Bikes Diebstählen zum Opfer fallen. In Zahlen: Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 300.000 Fahrraddiebstähle angezeigt. Versichert war davon nur etwa die Hälfte der Pedelecs. Im Schnitt erstattet die Versicherung dem Geschädigten einen Betrag von 630 Euro pro E-Bike. Vor zehn Jahren waren es nur 370 Euro im Durchschnitt. 

Wenn ein E-Bike aus dem eigenen verschlossenen Zuhause entwendet wird, kommt die eigene Hausratversicherung oder die Haftpflichtversicherung für den Schaden des Diebstahls auf. Wird das elektrische Fahrrad jedoch auf der offenen Straße gestohlen, greift dieser Schutz oft nicht. Eine Zusatzklausel in der Police kann hier sinnvoll sein. Das mögliche Problem dabei: Die Entschädigung ist auf einen bestimmten Anteil des versicherten Hausrats begrenzt. Die Ergänzung mit einem speziellen Fahrradschutz ist in diesem Fall also lohnenswert, um den Neuwert des hochwertigen E-Bikes oder S-Pedelecs mit Akku erstattet zu bekommen. Ob sich ein teurer Pedelec-Versicherungstarif für Privatpersonen wirklich lohnt, liegt im Ermessen des E-Bike-Besitzers. 

Wie versichere ich mein E-Bike optimal? 

Sie können Ihr elektrisches Fahrrad gegen fast alle Eventualitäten absichern. Doch diese speziellen Fahrradversicherungen und die dazugehörigen Tarife sind oft teuer, und der Schutz über die Hausratversicherung oder die Haftpflicht ist stark eingeschränkt. Umso interessanter sind viele Leasing-Angebote, weil diese sehr gute Leistungen enthalten, die sogar Vandalismus oder einen defekten Akku einschießen. Für ein S-Pedelec gibt es sogar eine Versicherungspflicht, die sich darin äußert, dass am Fahrrad ein Versicherungskennzeichen, genau wie bei einem Mofa, vorhanden sein muss. Das S-Pedelec gleicht einem Mofa, das ein Versicherungskennzeichen benötigt, da das elektrische Fahrrad eine Geschwindigkeit von bis zu 45 Stundenkilometern erreicht. Es macht daher besonders Sinn ein solches S-Pedelec mit einer separaten E-Bike-Versicherung oder einer privaten Haftpflicht zu schützen. 

In drei einfachen Schritten können Sie feststellen, ob Ihr Pedelec optimal für Ihre Bedürfnisse versichert ist. Zuerst sollte jeder E-Bike-Besitzer die eigene Hausratversicherungspolice gewissenhaft prüfen. 

Was beinhaltet die bestehende Versicherung bereits? Ist Diebstahlschutz für Ihr Pedelec außerhalb des eigenen Zuhauses gewährleistet? Ebenso wichtig ist die Frage, ob die Versicherungssumme hoch genug ist, um den Neuwert des elektrischen Fahrrads zu ersetzen. Wenn der Versicherungsrahmen geklärt ist, sollten E-Bike-Fahrer sich bewusst machen, welcher Versicherungsschutz für sie besonders von Nöten ist. Welche Anforderungen bestehen an eine spezielle Fahrradversicherung? Von einem erweiterten Diebstahlschutz bis hin zu einem umfangreichen Pannen-Service ist alles möglich. Wer hohe Anforderungen an eine Versicherung hat, sollte bereit sein, einen stattlichen jährlichen Beitrag zu zahlen. 

Unterschiedliche Tarife vergleichen ist für die perfekte E-Bike-Versicherung unverzichtbar. Wer sich Zeit für die Suche nimmt, findet das passende Preis-Leistungs-Verhältnis für den eigenen Bedarf, das sich auszahlt. Wer also darüber nachdenkt, sich statt einem normalen Fahrrad ein neues E-Bike anzuschaffen, sollte sich mit dem E-Bike Versicherungsvergleich auseinandersetzen. Hochwertige Fahrräder, wie Pedelecs oder S-Pedelecs werden nicht von der Hausratversicherung abgedeckt. Viele Versicherer bieten auch spezielle Konditionen für S-Pedelec-Versicherungen an. 

Was kostet eine gute E-Bike-Versicherung? 

Die Versicherungsbeiträge für eine optimale Pedelec-Versicherung können, wie auch bei einer Hausratversicherung, einer Haftpflichtversicherung oder einer Kaskoversicherung für den eigenen Pkw oder dem E-Roller von Versicherung zu Versicherung stark variieren. Das liegt hauptsächlich an den inbegriffenen Leistungen, die durch die Versicherung abgedeckt werden sollen, der Höhe der Versicherungssumme, die zu Versicherungsbeginn festgelegt wird, dem Anschaffungswert des E-Bikes, dem Fahrradtyp und dem Alter des elektrischen Fahrrads. Ebenfalls berücksichtigen Versicherungen den Wohnort des Versicherten. Befindet sich dieser nämlich in einem Gebiet mit erhöhter Fahrraddiebstahlquote, erhöht sich der Versicherungsbeitrag ebenfalls, weil die Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls steigt. 

Konkret sieht ein Beispiel für eine Fahrradversicherung so aus: Bei einem Pedelec oder S-Pedelec mit einem Nettoneupreis von 4000 Euro inklusive Schloss liegt eine umfangreiche E-Bike-Versicherung bei 240 Euro jährlich. Für 20 Euro pro Monat erhält der Versicherte neben dem Schutz gegen Diebstahl auch noch eine Absicherung gegen einen defekten Akku und einen Pick-Up-Service im Schadensfall. Wer auf Premium-Service verzichten kann und sein E-Bike nur mit einer Basisversicherung schützen will, kann mit einem geringeren Beitrag rechnen. Bei einem E-Bike-Leasing-Vertrag ist die Versicherung übrigens im monatlichen Mietbetrag bereits enthalten. 

Wo finde ich die optimale E-Bike-Versicherung für meine Bedürfnisse? 

Das Angebot an E-Bike-Versicherungen reicht von hippen Start-ups wie Freeyou bis hin zu etablierten Häusern wie der Sparkasse. Bei fast allen von uns betrachteten Anbietern kann man online Beiträge berechnen und auch direkt Verträge abschließen. Freeyou zum Beispiel verspricht schnelle und formularlose Bearbeitung im Schadensfall und eine monatliche Kündigungsfrist – auf den Tag genau abgerechnet. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man sein Rad nur saisonal nutzen möchte. Auch bei Coya verzichtet man weitestgehend auf Papier. 

Mitunter große Unterschiede gibt es bei der Transparenz, beim Leistungsspektrum und auch beim Preis. Die Beiträge für Pedelec-Versicherungen sind in den letzten Jahren drastisch gesunken. Ein Rad im Wert von 2500 Euro lässt sich schon für unter 100 Euro im Jahr versichern. Wer sich nicht informiert, kann aber auch für einen wesentlich schwächeren Versicherungsschutz über 300 Euro im Jahr zahlen. Abhängig auch davon, was man versichert haben will: Reicht der Schutz vor Diebstahl und Vandalismus, oder sollen etwa auch Sturmschäden und Materialfehler versichert sein? Bei der Online-Recherche erwies sich vor allem Enra als transparent und flexibel: Vier verschiedene Versicherungsbausteine können je nach Bedarf auch kombiniert werden.

Dinge, die Sie beim Abschluss einer E-Bike-Versicherung unbedingt beachten sollten

Heutzutage ist es nicht mehr nötig, in eine Versicherungsniederlassung zu gehen, um eine Versicherung für das neue Pedelec abzuschließen, egal ob Haftpflichtversicherung oder Hausratversicherung. Im Internet lassen sich die unterschiedlichen Versicherungstarife nicht nur bestens vergleichen, viele Versicherungsgesellschaften bieten den Abschluss auch gleich online an. Dieser Service ist praktisch und spart Zeit und Nerven. 

Der optimale Zeitpunkt zum Abschluss einer E-Bike-Versicherung ist bereits das Kaufdatum des neuen elektrischen Fahrrads. Die Versicherung greift dann sofort. Wartet man mit dem versichern des E-Bikes, kann es sein, dass die Versicherung erst nach einigen Monaten aktiv wird, in der Zwischenzeit ist ein Schadensfall nicht abgedeckt und muss aus eigener Tasche gezahlt werden. Auch der Wertverfall wird von der Versicherung in die Versicherungssumme eingerechnet, wenn man zu lange mit dem Abschluss der E-Bike-Versicherung wartet. Aber auch gebrauchte E-Bikes können noch durch eine private Haftpflichtversicherung oder eine E-Bike-Versicherung abgesichert werden. Gerade im Schadenfall loht es sich, sich beim Versicherer über die Konditionen für den Diebstahl- und Reparaturschutz zu informieren. 

Wer ein besonders günstiges oder hochwertiges S-Pedelec mit Versicherungskennzeichen kaufen möchte, sollte bei seiner Versicherungsgesellschaft speziell auf die Ober- und Untergrenzen der Versicherungssumme achten. Bei vielen Tarifen liegt die Untergrenze für Fahrradversicherungen bei 1000 Euro, die Obergrenze bei 7500 bis 10.000 Euro. 

Wem nach gewisser Zeit auffällt, dass der Haftpflicht- oder Hausratsschutz des eigenen E-Bikes nicht alle Eventualitäten abdeckt, kann bei vielen Versicherungsanbietern den Versicherungsschutz ohne Probleme erweitern. Versicherte sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass mit besserem Schutz auch der Beitrag steigt.