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7 Radfahrer-Typen, die dir garantiert schon mal begegnet sind

7 Radfahrer-Typen, die dir garantiert sc...

23.04.2021 - Update: 16.06.2021

7 Radfahrer-Typen, die dir garantiert schon mal begegnet sind

Hast du dich schon mal gefragt, welcher Typ Radfahrer du bist? Eine neue Studie beschäftigt sich damit, wie wir das Fahrrad nutzen und welches Potenzial das Bike im individuellen Mobilitätsmix der Menschen hat. Das Herzstück der Studie ist ihre Radfahrer-Typologie, die die deutsche Bevölkerung in fünf verschiedene Typen aufteilt, die sich in ihren Einstellungen und Motiven gegenüber dem Radfahren und auch ihrem konkreten Fahrverhalten unterscheiden:

  • die „Everyday Bike Troupers“, die Fahrradfans und Idealisten der ersten Stunde
  • die autofixierten „Bike Refuseniks“
  • „Sunday Bike Enthusiasts“: Menschen, die das Bike vor allem am Wochenende als Sportgerät nutzen
  • die kopfgesteuerten „Pragmatic Cyclists“, die das Rad nutzen um schnell irgendwohin zu kommen 
  • die „Young Urban Bikers“, die ihre Einstellungen und ihren Lebensstil mit ihrem Bike ausdrücken

Ist da eigentlich was dran? Das muss jeder Radfahrer für sich selbst herausfinden. Aber es gibt doch bestimmt einige Arten von Radfahrern, die dir immer wieder durch ihr ganz eigenes Fahrverhalten auffallen. Wir haben die Typologie um spezifische Radfahrertypen erweitert, die auch dir garantiert schon mal begegnet sind, und uns dabei gelegentlich auch an Klischees bedient. Kannst du dich selbst wiedererkennen?

Der resolute Rennradfahrer

Mit seinem stets rekordverdächtigen Tempo ist dieser rasante Typ darauf bedacht, seine Leistung regelmäßig zu toppen. Er denkt, er sei der König der Straße – und so verhält er sich auch. Hat er sich aufgrund der Radwegebenutzungspflicht einmal auf herkömmlichen Radwegen unter die Meute gemischt, lässt sich dieser Typ vor allem daran erkennen, dass er permanent den Drang verspürt, alle anderen zu überholen. Diesen Reiz kann der resolute Rennradfahrer auch in Kurven nicht unterdrücken, die er prinzipiell schneidet. Schwimmst du nichts ahnend im Fluss der anderen Radler mit, solltest du in Kurven stets damit rechnen, dass dir dieser Typ als Geisterfahrer entgegenkommt. 

Der mitreißende Mountainbikefahrer

Im Wald ist der mutige Mountainbikefahrer in seinem Revier. Dort tobt er auf matschigen Wegen bergauf und -ab, bis er sein Downhill-Mountainbike auf der Jumpline von einem mutigen Sprung zum nächsten manövriert. Nachdem er sich mit einem lautstarken „Achtung!“ angekündigt hat, schießt dieser muntere Typ nur eine Sekunde später zwischen den Bäumen hervor. Seine in seinen Augen vorbildlichen Manieren machen ihn auch zum Liebling aller anderen Menschen, die gemütlich im Wald spazieren gehen und jede Sekunde mit der Angst leben müssen, vom mitreißenden Mountainbikefahrer umgenietet zu werden.

Der angeberische Anfänger

Dieser (vordergründig) selbstsichere Typ versteht es, sich selbst zu belohnen und seinen Reichtum nach außen hin kundzutun. Nach zahlreichen inaktiven Jahren fängt er wieder mit dem Radfahren an – ganz nach dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“: Er legt sich das mit Abstand teuerste und auffälligste Bike zu – völlig egal, ob es zu seinem Fahrkönnen und dem Einsatzzweck passt. Oft legt dieser Typ besonderen Wert auf ein ultraleichtes Bike mit bestmöglicher Ausstattung – seinen unübersehbar über die Gürtellinie ragenden Bauch übersieht er großzügig. Ebenso wie er gerne mal vergisst, dass sein Fahrverhalten dem exklusiven und ausstattungsfreudigen Bike eher weniger gerecht wird. Nichts kann ihn auf seinem Downhiller mit Vollcarbon-Rahmen und mächtig Federweg auf seinen gemütlichen Radtouren auf befestigten Waldwegen aufhalten. Auch wenn das edle Trikot ordentlich spannt und zwickt, macht das nichts. Es hat ja schließlich 150 Euro gekostet.

Der erholte E-Bike-Fahrer

Dieser Radfahrer verpasst einem regelmäßig ein kurzes Gefühl der Unterlegenheit. Völlig außer Puste bist du noch drauf und dran, den Gipfel des Berges zu erklimmen, nachdem es bereits fünf Kilometer sachte, aber stetig bergauf ging: Erbarmungslos überholt dich plötzlich der erholte E-Bike-Fahrer, während der Berg immer steiler wird und du dich kaum noch vom Fleck bewegst. An seinem enorm hohen Tempo, gepaart mit auffallend niedriger Trittfrequenz, kannst du eindeutig erkennen, dass dieser Radfahrer auf eine elektrische Unterstützung zurückgreift – auch wenn diese clever im Rahmen versteckt ist. Das interessiert den erholten E-Bike-Fahrer jedoch nicht. Entspannt kommt er an jedem Ziel an, ohne auch nur einen Tropfen Schweiß dafür vergießen zu müssen.

Der Schönwetterradler

Diesen Typ Radfahrer siehst du normalerweise sonntags durch den Wald fahren – solange es trocken ist und die Sonne scheint. Sobald nur eine Wolke am Himmel zu sehen ist, hievt sich der Schönwetterradler auf die Couch: „Es wäre verantwortungslos jetzt mit dem Rad zu fahren. Es könnte jede Sekunde regnen“. An bewölkten Tagen fährt der Schönwetterradler zum Wohle der Anderen lieber mit dem Auto.

Der typische Tourist

Tageweise erkundet der typische Tourist seinen Urlaubsort auch mal auf dem Rad. Voller Tatendrang schwingt er sich auf den Sattel, um die typischen Touristenziele zu erkunden und dabei alle Trends abzuklappern. Träumerisch fährt er auf seinem Leihfahrrad generell in der Mitte des Radweges, sodass ihm Fußgänger und andere Radfahrer mühevoll ausweichen müssen, um eine Kollision zu verhindern. Termingerecht legt der Tourist alle halbe Stunde eine Pause ein, um sich für die nächste Etappe zu stärken.

Der positive Pendler

Der positive Pendler ist vom Fahrrad als schnellstes und flexibelstes Fortbewegungsmittel überzeugt – insbesondere, wenn er mal wieder früher am Arbeitsplatz angekommen ist als seine autofahrenden Kollegen. Mit einem selbstgefälligen Gesichtsausdruck sitzt er im Büro, als seine Kollegin Hanna mit zehn Minuten Verspätung völlig erschöpft hereinstürmt, weil sie im Verkehr stecken geblieben ist.

Als auch noch Tom wenige Minuten später in das mittlerweile beinahe beendete Teammeeting hereinplatzt und sich gestresst über einen stornierten Zug beklagt, meldet sich der pünktliche Pendler zu Wort: „Meine Fahrt zur Arbeit war sehr schön! Ich war nur eine halbe Stunde unterwegs, die Sonne hat mich begleitet und ich habe meine Sporteinheit für heute schon erledigt.“ Dann lädt er auf der Arbeit, wie jeden Morgen, erst mal seine Zehn-Kilometer-Fahrt auf Strava hoch, während er sich genüsslich mit einem Porridge belohnt.