Wer mit dem Rad fährt, tut sich was Gutes. Es genügt oft schon, den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad, statt mit dem Auto zurückzulegen, um entspannter (Stichwort: Rush-Hour-Stau umfahren) und wacher (kurbelt den Kreislauf an) im Büro oder zu Hause anzukommen. Vor allem in großen Städten ist das Rad als Verkehrsmittel sogar mitunter schneller als Auto, Bus oder Bahn. Aber mit welchem Rad pendelt es sich am besten? Lies hier, welche Fahrradtypen für den Weg zur Arbeit geeignet sind, welche Vor- und Nachteile sie haben und welcher Typ der richtige für dich ist.
| Trekkingbike | Allrounder für Fahrer, die für jedes Terrain und alle Eventualitäten gewappnet sein wollen |
| Citybike | praktisches Fahrrad mit vollem Ausstattungsumfang für Stadtbewohner |
| Faltrad | flexibles Fahrrad für Pendler, die mit Bus und Bahn unterwegs sind und ihr Bike überallhin mitnehmen möchten |
| E-Bike | Alternative zum Auto und die richtige Wahl für Pendler, die schnell vorankommen wollen oder weite Strecken zurücklegen |
| Gravelbike | schnelles Bike für sportliche Pendler |
Du möchtest mehr über die einzelnen Fahrräder für den Weg zur Arbeit sowie über ihre Vor- und Nachteile wissen? Hier findest du eine Übersicht.
Trekkingrad – der Allrounder
Einsatzgebiet: Asphalt, Wald- und Feldwege, Schotter
Gewicht: ca. 15 bis 19 Kilogramm
Preis: ca. 600 bis 1.500 Euro
Geometrie
Ein Trekkingbike ist für Radler geeignet, die vor allem im Stadtverkehr und leichten Gelände unterwegs sind. Je nach Rahmenform ist die Sitzposition aufrecht bis sportlich. Tiefeinsteiger, also Rahmen, die mittig weit heruntergezogen sind, erleichtern das Auf- und Absteigen, ein Trapezrahmen mit etwas höher angesetztem Oberrohr verbindet Komfort mit Sportlichkeit, ein Diamantrahmen – die klassische „Herrenrad-Form" – ist stabil und geländetauglich.
Ausstattung
Mit einer Lichtanlage, Schutzblechen und einer Fahrradklingel ist ein Trekkingbike für das Radfahren im Alltag und Straßenverkehr geeignet. Einige Modelle sind außerdem mit Gepäckträger, Fahrradständer oder Kettenschutz für saubere Hosenbeine ausgestattet. Es gibt aber auch sportlichere Modelle, die zugunsten von geringerem Gewicht etwas spartanischer ausgestattet sind.
Für welche Pendler eignet sich ein Trekkingrad?
Das Trekkingbike mit Vollausstattung ist etwas für Pendler, die eine Art „All-inclusive-Paket wünschen und die für guten Fahr- und Ausstattungskomfort etwas mehr Gewicht in Kauf nehmen. Wer kein Problem damit hat, selbst Stecklichter und -schutzbleche zu montieren und statt Gepäckträger auf Rucksack setzt, kann ein leichteres, sportlicheres Trekkingbike wählen.
Vorteile:
- je nach Modell alltagstaugliche Ausstattung
- hoher Komfort
- variabel in Bezug auf den Untergrund (Asphalt, Wald- und Feldweg)
Nachteile:
- etwas schwerer
- auf längeren Strecken langsamer als ein Gravelbike oder E-Bike
Citybike – für die Stadt
Einsatzgebiet: kurze Strecken im Stadtverkehr
Gewicht: ca. 13 bis 16 Kilogramm
Preis: ca. 500 bis 1.500 Euro
Geometrie
Hier stehen Komfort und Funktionalität im Mittelpunkt: Das Citybike zeichnet sich durch eine aufrechte, bequeme Sitzposition aus. Der robuste Rahmen macht das Citybike allerdings schwerer als ein Trekking- oder Gravelbike.
Ausstattung
Das Citybike bringt den vollen Ausstattungsumfang mit: Klingel, Schutzbleche, Gepäckträger oder Fahrradkorb und Licht sind vorhanden. Damit bist du fürs Pendeln in die Arbeit gewappnet. Du kannst deine Aktentasche auf den Gepäckträger schnallen und auch deinen Feierabendeinkauf bequem nach Hause befördern.
Für welche Pendler eignet sich ein Citybike?
Das Citybike eignet sich für Pendler, die ein komfortables und praktisches Fahrrad für die Stadt suchen. Es allzu eilig oder zu weite Wege solltest du aber nicht haben. Das Citybike ist eher was fürs gemütliche Rollen stadtüblicher Strecken von fünf bis zehn Kilometern Länge. Für flottere, etwas längere Pendelfahrten ist ein Trekkingbike die bessere Wahl.
Vorteile:
- voll ausgestattetes Fahrrad: Pendler erhalten ein Rundum-sorglos-Paket für die Stadt
- hoher Komfort
- Möglichkeiten, Gepäck zu transportieren
Nachteile:
- hohes Gewicht
- nicht für längere Strecken, Anstiege und unbefestigte Wege geeignet
Faltrad – das kompakte Bike für City und Reise
Einsatzgebiet: kurze Fahrten in der Stadt, ebene Radwege, in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Gewicht: ca. zwölf bis 16 Kilogramm
Preis: ca. 300 bis 1.000 Euro
Geometrie
Ein Faltrad hat einen kleinen Rahmen, der sich zusammenschieben oder -klappen lässt. Die Sattelstange und das Steuerrohr sind länger als bei einem herkömmlichen Fahrrad, damit du trotzdem beim Radfahren in einer normalen Position im Sattel sitzt.
Die meisten Modelle haben 20-Zoll-Reifen und einen tiefen Einstieg, sodass sie kompakt und gut zu handhaben bleiben, aber dennoch vernünftig rollen. Es gibt auch Modelle mit 26-Zoll-Reifen, die montiert fast aussehen wie normale Fahrräder. Damit bist du zwar schneller unterwegs, aber sie lassen sich nicht so klein zusammenfalten.
Ausstattung
Die Ausstattung ist von Modell zu Modell und Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Es gibt sehr basale Modelle „ohne alles", Falträder mit fest installiertem Licht, aber ohne Schutzbleche und Gepäckträger, welche ohne Licht, dafür mit Schutzblechen und so weiter.
Für welche Pendler eignet sich ein Faltrad?
Das Faltrad lässt sich in Zug, Bus und (U-/S-)Bahn mitnehmen. Entsprechend ist das Rad eine interessante Option für dich, wenn dein Arbeitsweg so lang ist, dass du ihn nicht komplett radeln kannst oder möchtest, aber dennoch zumindest ein paar Kilometer im Sattel sitzen und Radfahren möchtest. Auch wenn deine Arbeitsstelle weiter entfernt von Bahnhof oder Haltestelle ist, kannst du das Faltrad nutzen, um schnell und ohne auf Anschlüsse warten zu müssen, vorankommst.
Vorteile:
- einfacher, kostenloser Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln
- relativ geringes Gewicht
- benötigt wenig Stauraum
Nachteile:
- aufgrund kleinerer Laufräder etwas gemütlicher unterwegs
E-Bike – mehr Möglichkeiten dank Motor
Einsatzgebiet: Stadtverkehr, Wald- und Feldwege
Gewicht: ca. 20 bis 26 Kilogramm
Preis: ca. 2.000 bis 4.000 Euro
Geometrie
Welches E-Bike zum Pendeln das Richtige ist, hängt vor allem von deiner Fahrweise und dem Einsatzgebiet ab. Für den E-Bike-Pendler im Stadtverkehr eignet sich ein City E-Bike mit Tiefeneinstieg, auf dem zu aufrecht und komfortabel sitzt. Für sportlichere Fahrer bietet sich ein E-Bike mit Trapez- oder Diamantrahmen an, das eine flachere Sitzposition und eine bessere Kraftübertragung bei Bewegung bringt.
Ausstattung
E-Citybikes und E-Trekkingbikes sind oft gut ausgestattet, was du fürs alltägliche Pendeln brauchst. Eine fest installierte Lichtanlage ist in jedem Fall praktisch, ebenso Schutzbleche und Gepäckträger. Bist du vorwiegend auf glattem Untergrund unterwegs, tut es ein E-Bike mit Starrgabel fürs Pendeln in die Arbeit. Fährst du viel über unbefestigte (Park- oder Feld-)Wege oder Kopfsteinpflaster, bringt eine Federgabel zusätzlichen Komfort, da sie die Stöße abfängt.
Für wen eignet es sich?
Ein E-Bike eignet sich für Pendler, die (noch) nicht ganz trainiert sind und viel Bewegung (noch) nicht gewohnt sind, sowie für solche, die auch weitere Strecken (ab 15 km) schnell zurücklegen, Anstiege gut bewältigen und nicht verschwitzt auf der Arbeit ankommen wollen.
Vorteile:
- hohe Geschwindigkeit
- perfekt für weitere Strecken
- je nach Ausstattung Möglichkeiten, Gepäck zu transportieren
- dank Tretunterstützung kommst du nicht so verschwitzt im Büro an
Nachteile:
- teuer
- hohes Gewicht
- regelmäßiges Laden notwendig
Gravelbike - das sportliche Pendlerfahrrad
Einsatzgebiet: Straße, Schotter, Wald und Feld, Trails
Gewicht: ca. 8 bis 13 Kilogramm
Preis: ca. 1.000 bis 2.500 Euro
Geometrie
vereint Elemente von Rennrädern, Mountain- und Cyclo-Cross-Bikes. Das bedeutet einen Mix aus Sportlichkeit und Komfort: Es ist vergleichsweise leicht, hat Reifen, die auch in leichtem Gelände Grip haben und du sitzt zwar sportlich-entspannt auf dem Rad.
Ausstattung
Meist haben Gravelbikes nichts an Pendler-Ausstattung an Bord, maximal Schutzbleche. Oft sind sie aber mittels Aufnahmen an Gabelscheiden und Sattelstreben darauf ausgelegt, welche zu montieren, mitunter gibt es auch die Option, einen Gepäckträger anzubringen. Noch Stecklichter dran und fertig ist das sportliche Pendlerbike für den Weg zur Arbeit.
Für welche Pendler eignet sich ein Gravelbike?
Das Gravelbike richtet sich an sportliche Fahrer, die auch auf nicht asphaltierten Wegen oder bei jedem Wetter unterwegs sind. Eine gute Wahl für sportliche Pendler, die den Weg zur und von der Arbeit auch gleich zur Trainingseinheit machen möchten – oder nur ein Fahrrad fürs Jobpendeln und den sportlichen Freizeiteinsatz haben möchten.
Vorteile:
- schnell
- für Straße und leichtes Gelände geeignet
- leicht
Nachteile:
- minimalistische Ausstattung -\> für Alltagstauglichkeit ist Nachrüsten nötig