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Lifestyle

Coole Start-ups aus der Fahrradwelt

Coole Start-ups aus der Fahrradwelt

28.04.2021 - Update: 31.08.2021


Smartvélo: der flexible Reparaturservice

2018 in Köln als smartracoon mit Fokus auf eine ökologische Fahrradwäsche gestartet, wollte das Unternehmen nachhaltige Mobilität bald noch stärker fördern. 2020 etablierte sich Smartvélo: Ein Reparatur-Lieferservice , der zu dir nach Hause kommt.

So funktioniert's

Wenn du einen Schaden festgestellt hast, dein Fahrrad mit einer neuen Beleuchtung ausrüsten oder einfach eine Inspektion durchführen lassen willst, wendest du dich per Telefon oder über das Kontaktformular an das Team von Smartvélo. Nachdem ihr gemeinsam einen Termin zur Abholung ausgemacht habt, ist Smartvélo kurz danach an Ort und Stelle, um dein Bike abzuholen. Während sich der Reparaturservice um dein Bike kümmert, gehst du deinen Aktivitäten weiterhin uneingeschränkt nach: Damit du immer mobil bleibst, erhältst du ein Leihrad als Ersatz. Hat das Team dein Bike auf Vordermann gebracht, bringen sie es dir gewaschen und gestriegelt zurück – und du bist wieder mit deinem eigenen Fahrrad unterwegs.

Wo ist der Reparaturservice unterwegs?

Bislang kannst du den praktischen Reparaturservice nur in Köln in Anspruch nehmen. Darüber hinaus ist Smartvélo auch auf Events und Veranstaltungen unterwegs.

Doch keine Sorge: Smartvélo arbeitet bereits an einer Ausweitung ihres Geschäftsgebiets , sodass du das Team bald auch in anderen Städten antreffen kannst.

Preise

Diese Kosten kommen für den All-inclusive-Service auf dich zu: Eine kleine Inspektion kostet 59 Euro, der platte Reifen ist ab einem Preis von 25 Euro schnell behoben. Für 39 Euro stellt Smartvélo deine Schaltung ein, inklusive säubern und fetten. Von Rad und Reifen über Bremse, Kette und Schaltung bis hin zum neuen Lichtpaket: Der flexible Reparaturservice von Smartvélo nimmt jedes Problem in Angriff, die Preise** kannst du online einsehen**.

Elektrofahrradumbau: aus Alt mach Neu

Du sehnst dich schon länger nach einem E-Bike, willst dein heißgeliebtes Fahrrad, mit dem du viele Erinnerungen teilst, aber einfach nicht hergeben? Der Elektrofahrradumbau (efu) wandelt dein Fahrrad zu einem E-Bike um. Damit schlägt das Start-up aus München gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Deine Bindung zu deinem Bike bleibt erhalten – und da dein altes Fahrrad nicht auf der Mülldeponie landet, schont der Umbau zum E-Bike wertvolle Ressourcen und damit die Umwelt. Mit diesem neuen Konzept sagt efu der Wegwerfgesellschaft den Kampf an.

So funktioniert's

Die beste Nachricht vorweg: Das Team von Elektrofahrradumbau setzt alle gängigen Bikes unter Strom, egal welches Modell du fährst. Bevor es aber an den Umbau geht, entwickelt der Fahrzeugbautechniker Stefan Schmidbauer mit dir gemeinsam das passende Komponentenkonzept. Je nachdem, ob dir vor allem die Akkulaufzeit wichtig ist oder ob dein Hauptaugenmerk auf der Motorleistung liegt: Bei der gemeinsamen Planung stimmt ihr Akku, Antrieb und Display unter Berücksichtigung von Gewichtsverteilung, Fahrdynamik, Styling und Ergonomie auf deine Wünsche und Bedürfnisse ab. Dabei setzt das Start-up auf eigens entwickelte efu-Produkte, die beste Qualität und eine bequeme Handhabung versprechen.

Preise

Der Umbau zum E-Bike kostet 1649 Euro. Inbegriffen sind die Aufrüstung selbst und die benötigten Komponenten: der Motor, eine KMC-Kette, Bremsbeläge, ein Akku mit einer Kapazität von 500 Wattstunden. Obendrauf gibt es eine Garantie von zwei Jahren.

Sigo: teile und fahre

Ein E-Bike-Sharing-System , das die Mobilität fördert und es allen Menschen ermöglicht, größere Gegenstände zu transportieren, oder am Wochenende mit den Kindern einen Ausflug zu unternehmen – auch ohne Auto: Mit dem Darmstädter Start-up sigo ist das seit 2020 in einigen Städten Deutschlands kein Problem mehr.

Es gibt viele gute Gründe, das Prinzip zu unterstützen: Bike-Sharing steht für soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Die geteilte Nutzung der Fahrräder spart Ressourcen und Kunden müssen keine Anschaffungskosten stemmen. Welche Motivation hinter dem Unternehmen steckt, erklärt Kommunikationschefin Katrin Kester: „Unser Gründer und Geschäftsführer Tobias Lochen hat bis heute keinen Führerschein und wie jeder Mensch musste auch er in seinem Leben immer mal wieder Dinge transportieren. Den Farbeimer für die Wohnungsrenovierung, den Kasten Bier für die Fete und den ganz normalen Wochenendeinkauf. Da hat er sich so manches Mal ein Lastenrad gewünscht. Ihm ist schnell klar geworden, dass es nicht nur ihm so geht. Viele brauchen aber nicht täglich ein Lastenrad. Sie möchten es sich leihen, wenn sie es brauchen." Also hat er losgelegt und das erste Konzept für sigo geschrieben. Heute sind die Cargobikes schon in zwölf Städten unterwegs.

So funktioniert's

Über die sigo-Sharing-App suchst du dir das passende Lastenrad aus. Auf der Karte siehst du, welche Bikes zu Verfügung stehen, wo sich diese befinden, wie es um den Akku steht und wie teuer die Ausleihe ist. Außerdem hast du die Möglichkeit, das passende Bike 30 Minuten vor der Abholung über die App zu reservieren. So kannst du sichergehen, dass dir das Fahrrad nicht vor der Nase weggeschnappt wird.

Das Herunterladen und die Bedienung der App sind kinderleicht. Nachdem du sie dir über den App Store oder den Google Playstore auf dein Smartphone geladen hast, registrierst du dich mit den üblichen Daten (E-Mail-Adresse, Passwort, Nummer). Darüber hinaus benötigt sigo dein Geburtsdatum, deine Adresse und ein paar Zahlungsinformationen, damit du das Bike auch ausleihen kannst. Darüber hinaus kannst du auch ohne Registrierung sehen, welche Bikes dir wo zur Verfügung stehen. Wenn du also erst mal in das Prinzip und die App reinschnuppern willst, kannst du das auch ohne eine Anmeldung und die Angabe deiner Daten tun.

Vor Ort scannst du den QR-Code und nimmst das Fahrrad aus der Station. Dann bist du solange mit dem Bike unterwegs, wie du möchtest. Bei einem Zwischenstopp sicherst du das Fahrrad mit dem Rahmenschloss, das du über die App bedienst. Hast du alles erledigt, bringst du das Bike an die Station zurück.

Wo sind die Cargobikes unterwegs?

Derzeit sind die Cargobikes in zwölf Städten unterwegs: im Rhein-Main-Gebiet in Darmstadt, Langen, Frankfurt am Main, Kelsterbach und Wiesbaden, im Ruhrgebiet in Düsseldorf bzw. Neuss, Solingen, Schwelm und Bochum und in Hannover. Anfang März 2021 wurde ein weiterer Standort in Frankfurt eröffnet. Außerdem stehen in Gelsenkirchen zwei Räder direkt vor dem Rathaus. Schon bald will das Start-up weitere Städte wie zum Beispiel Bochum in Angriff nehmen.

Preise

Sigo verlangt für die Ausleihe eines E-Cargobikes eine Grundgebühr von etwa 1,50 Euro. In manchen Städten stehen auch gewöhnliche E-Bikes zur Verfügung, bei denen die Grundgebühr bei einem Euro liegt. Die Nutzung eines E-Bikes oder E-Cargo-Bikes kostet dich dann noch mal einen Euro pro halbe Stunde. In der App siehst du, welche Kosten auf dich zukommen.

Fazit

Mit einem praktischen Reparaturlieferservice sorgen Unternehmen wie Smartvélo für Flexibilität und dafür, dass du nie ohne Fahrrad dastehst. Dank Bike-Sharing-Anbietern wie sigo haben alle Menschen die Möglichkeit, mobil zu bleiben und auch mal größere Lasten zu transportieren, ohne dass sie die Anschaffungskosten für ein neues Fahrrad bewältigen müssen oder dass ein Auto notwendig ist. Nachhaltige Start-ups wie der Elektrofahrradumbau (efu) stellen sich der Wegwerfgesellschaft entgegen und helfen dir, ein E-Bike zu fahren, ohne dass du dein altes Fahrrad aufgeben musst. Gemeinsam ermöglichen die smarten Start-ups uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit, aber auch Fahrspaß und Komfort.

Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaften widmet sich Luisa nun der Sonderpädagogik, wobei ihr Schwerpunkt auf der emotionalen und sozialen Entwicklung liegt. Ihrer Liebe zum Schreiben und zum Sport kann sie als Redakteurin für Bikes.de weiterhin nachgehen. Wenn sie nicht gerade am Studieren und Schreiben ist, trifft man sie zum Wandern, Joggen und Radfahren irgendwo im Wald an. Für Luisa ist das Fahrrad ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel, ein Sportgerät und ein tolles Fahrzeug, um Natur zu erleben und die Welt zu entdecken. Am liebsten ist sie mit ihrem Trekkingrad oder ihrem Mountainbike unterwegs.