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Radfahren und Sonnenschutz: darauf kommt es an!

Radfahren und Sonnenschutz: darauf kommt...

29.04.2021 - Update: 04.08.2021



Bei strahlender Frühlingssonne gibt es für die meisten Fahrradfahrer wohl nichts Schöneres, als sich in den Sattel zu schwingen. Zu viel Sonne kann aber auch gefährlich werden. Deshalb gilt: erst eincremen, dann losradeln.

Welches Sonnenschutzmittel eignet sich für Radfahrer?

Sonnenschutzmittel für den sportlichen Einsatz sind schweiß- und wasserresistent, damit die ersten Schweißtopfen den Schutz nicht wieder wegspülen. Ob du zu einer Creme, einem Gel oder einem Spray greifst, ist dir überlassen.

Sonnencremes enthalten am meisten Fett und eignen sich eher für Menschen mit trockenerer Haut. Gels kommen ohne Fette und Emulgatoren aus und fühlen sich deshalb etwas leichter auf der Haut an. Sprays sind bei Männern besonders beliebt, da sie sich gut auf behaarter Haut auftragen lassen.

Welchen Lichtschutzfaktor brauche ich beim Fahrradfahren?

Die Haut kann für eine bestimmte Zeit direktem Sonnenlicht ausgesetzt sein, ohne Schaden zu nehmen. Wie lange das für jeden Hauttyp ist, kannst du zum Beispiel in dieser Broschüre nachlesen.

Der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme (LSF) gibt an, wie lange du dich über diese Eigenschutzzeit hinaus in der Sonne aufhalten kannst.

Hast du sehr helle Haut, beträgt deine Eigenschutzzeit beispielsweise bis zu zehn Minuten. Benutzt du eine Creme mit LSF 30, kannst du theoretisch 300 Minuten in der Sonne bleiben. Diese Rechnung geht aber nur auf, wenn die Creme in ausreichender Dicke auf der Haut haften bleibt. Schwitzen verringert zum Beispiel die Schutzwirkung.

Wer über längere Zeit in der prallen Sonne unterwegs ist, sollte mindestens Lichtschutzfaktor 30 auftragen. Viele Hautärzte empfehlen aufgrund der steigenden Hautkrebszahlen grundsätzlich Lichtschutzfaktor 50 beziehungsweise 50plus zu verwenden.

Weil sich der Schutzfilm beim Fahrradfahren durch starkes Schwitzen und Abwischen löst, solltest du auch bei LSF 50 die Maximalzeit nicht ausreizen und regelmäßig nachcremen. Dadurch verlängert sich der Schutz zwar nicht, aber er bleibt aufrechterhalten.

Welche Körperteile sind beim Fahrradfahren besonders exponiert?

Vor allem das Gesicht, aber auch Schultern, Dekolleté, Arme und Beine solltest du vor der Fahrt großzügig eincremen. Vergiss nicht, auch deine Nase , die Ohren und die Lippen ausreichend zu schützen. Trage deinen Sonnenschutz am besten zu Hause auf und nicht erst, wenn du bereits in der Sonne stehst. Spare nicht mit dem Sonnenschutz und verteile ihn gleichmäßig.

Weitere Sonnenschutzmaßnahmen

Textilien schirmen die Haut effektiv vor UV-Strahlung ab, sofern sie dicht gewebt sind. Alltagskleidung aus Baumwolle absorbiert die Strahlung eher schlecht und speichert die Wärme.

Auch deshalb ist es sinnvoll, für die Radtour auf Funktionskleidung zu setzen. Gewebe aus Polyester gewähren einen höheren Sonnenschutz, sie transportieren deinen Schweiß ab und verhindern einen Hitzestau. Es gibt sogar Sporttextilien mit integriertem UV-Schutz.

Ultraviolette Strahlung kann auch den Augen schaden. Deshalb solltest du immer eine Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen. Achtung: Preiswerte Modelle aus dem Drogerie- oder Supermarkt bieten oft nur einen Blendschutz, wodurch sich deine Pupillen weiten und noch mehr UV-Strahlen ins Auge gelangen können. Kaufe deine Brille deshalb besser beim Optiker oder in einem Sportfachgeschäft.

Ein Fahrradhelm schützt gut vor direkter Sonnenstrahlung. Der überstehende Rand wirft manchmal sogar einen Schatten auf Augen und Nase. Da die Haut am Schädel besonders dünn ist, sollten Menschen mit Glatze oder dünnem Haupthaar ein Funktionstuch unter dem Helm tragen, um ihre Kopfhaut vor den Strahlen schützen, die durch die Lüftungsschlitze dringen.

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Dafür, dass du einen Sonnenbrand bekommst ist die kurzwellige UVB-Strahlung verantwortlich. Dringt sie mit höherer Intensität in die Oberhaut ein, reagiert der Körper mit einer Entzündung, die mit einer Rötung, Schwellung und Schmerzen einhergeht: dem Sonnenbrand. Sonnenschutzmittel können die Eigenschutzzeit der Haut gegen UV-Strahlen verlängern.

Wie wirken Sonnenschutzmittel?

Sonnenschutzmittel enthalten verschiedene Substanzen, die Sonnenstrahlung filtern beziehungsweise reflektieren können. Chemische Filter schützen die Haut mit einem unsichtbaren Film, der energiereiche Strahlung in energiearme Strahlung und Wärme umwandelt. Sie wirken aber erst mit einer zeitlichen Verzögerung von 20 bis 30 Minuten. Viele Hersteller kombinieren diesen chemischen Lichtschutz mit einem physikalischen Schutz.

Physikalischer Sonnenschutz beinhaltet Mikropigmente, die das Licht, das auf deine Haut trifft, reflektieren und streuen. Zertifizierte Naturkosmetik muss sich ausschließlich auf diesen mineralischen Filter beschränken. Allerdings sind Cremes mit rein mineralischen Filtern in der Anwendung nicht so angenehm und hinterlassen einen weißen Schleier auf der Haut.

Wie behandele ich einen Sonnenbrand?

Manchmal passiert es trotz Eincremens doch: du bekommst einen Sonnenbrand. Wenn er nicht so schlimm ist, kannst du ihn selbst behandeln.

Die erste Maßnahme lautet: ab in den Schatten! Bis der Sonnenbrand verschwunden ist, solltest du jegliche weitere Sonneneinstrahlung vermeiden. Außerdem tut Kühlung gut. Du kannst spezielle After-Sun-Produkte aus der Apotheke auftragen, feuchte Umschläge machen oder den Sonnenbrand mit Quark bestreichen. Der wirkt kühlend und entzündungshemmend.

Sobald sich Blasen bilden, du Fieber bekommst oder dir übel wird, solltest du zum Arzt gehen. Er kann dir auch eine entzündungshemmende Salbe und Schmerzmittel verschreiben.

Fazit

Im Frühjahr wird das Risiko eines Sonnenbrands häufig unterschätzt. Nach den Wintermonaten ist die Haut eher gering pigmentiert und deshalb besonders lichtempfindlich. Die Ozonschicht ist im Frühjahr dünner, wodurch mehr Strahlung auf die Erde trifft.

Du solltest deshalb nie ohne Sonnenschutz unterwegs sein. Ergänzt um funktionelle Kleidung und die passenden Sonnenschutz-Accessoires bist du für eine Radtour in der Sonne gerüstet, die nicht mit einem Sonnenbrand endet, sondern nur mit sonneninduzierten Glücksgefühlen.

Wir aus der Bikes.de-Redaktion haben eine große Leidenschaft: Fahrräder. Und diese Leidenschaft wollen wir mit dir teilen. Daher sind wir immer auf der Suche nach neuen, spannenden und relevanten Themen rund ums Rad, die dir Information und Orientierung bieten – und vor allem jede Menge Lust aufs Radfahren machen sollen. Viel Spaß beim Lesen!