Anmelden

10
Fitness & Training

(E-)Bike-Training auf dem Weg zur Arbeit: So wirst du stressfrei fit

(E-)Bike-Training auf dem Weg zur Arbeit...

23.04.2021 - Update: 31.08.2021



Es gibt viele gute Gründe dafür, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren: Radfahrer schonen die Umwelt, sparen Geld und gerade in der Stadt auch Zeit. Aber auch gesundheitliche Aspekte sind ein Argument: Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, und wenn es nur wenige Kilometer sind, hält dich fit und du kommst morgens direkt in Schwung.

Muskelkraft oder elektrische Unterstützung?

Das Umweltbundesamt zeigt mit einem Wegevergleich, dass das Fahrrad bei Entfernungen bis fünf Kilometer das schnellste Verkehrsmittel sein kann. Das E-Bike bzw. Pedelec kann sogar auf bis zu zehn Kilometer langen Strecken mit dem Auto mithalten. Auch Entfernungen bis 20 Kilometer lassen sich ohne Probleme mit dem Pedelec bewältigen, wobei der Zeitunterschied im Vergleich zum Auto selbst bei dieser Entfernung gering ist.

Ein weiterer Vorteil: Mit Fahrrad und Pedelec entfällt die Parkplatzsuche und die Fahrtkosten sind deutlich geringer, womit es eine günstige und auch schnelle Alternative zum Pkw ist. 

Radfahrer sitzen fest im Sattel, können sich auf ihr eigenes Tempo verlassen, müssen keinen Parkplatz suchen und verbrennen ganz nebenbei ein paar Kalorien. Ohne explizites Training oder zusätzliche Zeit für Sport, einfach durch den Trainingseffekt der Bewegung. So wirst du stressfrei fit.

Das Fahrrad ist die gesündeste Pendeloption

Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, ist gut für die Gesundheit, schützt vor Übergewicht und stärkt insbesondere das Herz-Kreislauf-System. Die tägliche Fahrt zur Arbeit kann das Risiko für Krebs und Herzerkrankungen im Vergleich zu unsportlicheren Pendelmethoden deutlich senken, wie eine Studie gezeigt hat, die 250.000 Menschen fünf Jahre lang auf ihrem Weg zur Arbeit begleitet hat.

Das Radfahren zur Arbeit wurde mit einem 45 Prozent niedrigeren Krebsrisiko in Verbindung gebracht, das Risiko einer Herzerkrankung mit einem 46 Prozent niedrigeren Risiko. Die Gefahr, aus irgendeinem Grund vorzeitig zu sterben, war um 41 Prozent gesenkt. Auch andere Studien bestärken diesen positiven Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und kardiovaskulärer Fitness (Gesundheit von Herz und Gefäßen) ebenso wie die verringerte Sterblichkeit.

Übrigens: Prinzipiell ist es natürlich auch sehr gesund, zur Arbeit zu laufen. Allerdings ist das bei weiten Strecken kaum umzusetzen und auch noch deutlich weniger effektiv als das Radfahren, da sich gesundheitliche Vorteile erst bei einem wöchentlichen Fußmarsch von zwei Stunden bemerkbar machen. Außerdem legen Radfahrer weitere Strecken bei höheren Intensitäten zurück – und der Trainingseffekt ist stärker.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit: Tipps und Tricks

Mit diesen Tipps kannst du das Training auf dem Weg zur Arbeit effizient gestalten und gleichzeitig genießen:

  • Es muss nicht immer Vollgas sein: Du musst kein schweißtreibendes Workout aus deiner Fahrt zur Arbeit machen, um gesundheitliche Vorteile genießen zu können. Wer gemächlich fährt, kommt ohne zu schwitzen im Büro an.
  • Du willst das Training mit deinem Arbeitsweg verbinden, damit du nach Feierabend mehr Zeit für anderes hast, auf der Arbeit sind aber keine Duschmöglichkeiten vorhanden? Du kannst es auf dem Hinweg langsam angehen lassen und deinen Heimweg so planen, dass daraus eine ausgedehnte Trainingseinheit wird und du ordentlich ins Schwitzen kommst.
  • Prinzipiell sollte man auf dem Fahrrad damit rechnen, zu schwitzen. Mit Wechselkleidung bist du auf der Arbeit schnell wieder frisch, da Schweiß und unangenehme Gerüche überwiegend in der Funktionskleidung hängen bleiben. Ein Waschlappen, ein kleines Handtuch und ein Deo erledigen den Rest.
  • Wer das Training effektiv gestalten will, kann auf der Fahrt kleine Sprints einlegen oder beim E-Bike mal ein paar Minuten mit weniger Unterstützung fahren. 
  • Fahrten bis zu fünf Kilometer lassen sich bequem mit dem Fahrrad absolvieren. Bei einem längeren Weg ist das E-Bike eine sinnvolle Option, das hier etwas schneller ist. Auch für Pendler, die Zeit sparen wollen, kann sich ein E-Bike lohnen.

Das Training wird in den Alltag integriert

Nach einem langen Arbeitstag im Büro fehlt vielen Menschen die Zeit und Lust, sich daheim noch mal für das Fitnessstudio aufzuraffen oder anderen sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Die fehlende Bewegung kann sich in einem gesteigerten Blutdruck, einer schlechteren Fitness und nicht selten auch auf der Waage bemerkbar machen.

Wer sich hingegen mit dem Rad auf den Weg ins Büro macht, integriert das Training in seinen Alltag, ohne Zeit zu verlieren. So verbrennst du Kalorien und bleibst schlank und fit. Zusätzlich motivieren gegenseitiger Ansporn im Team, Dienstradförderungen oder Aktionen wie die Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ von ADFC und AOK.

Die Aktion belohnt Arbeitnehmer für mehr Fitness im Alltag. Wer im Sommer an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit fährt, kann sich nicht nur über gesundheitliche Vorteile freuen, sondern auch Sachpreise gewinnen.

Weniger Stress: frisch und munter am Arbeitsplatz

Mit dem Fahrrad kommst du gut gelaunt am Arbeitsplatz an. Bewegung an der frischen Luft hebt bekanntlich die Laune. Begleitet von einem sanften Fahrtwind, sind Müdigkeit und Schwermut am Morgen bald wie weggeblasen.

Außerdem kann beim Radfahren nicht so viel schiefgehen wie bei anderen Fortbewegungsarten. Denn der Weg zur Arbeit kann ganz schön anstrengend sein: Der Zug hat Verspätung, die U-Bahn fällt aus, der Bus fährt einem vor der Nase weg. Während öffentliche Verkehrsmittel gern mal für eine Überraschung gut sind, hast du die Zügel beim Fahrrad selbst in der Hand. Im Vergleich zum Auto beeinträchtigen Baustellen, das erhöhte Verkehrsaufkommen in der Rush Hour und der Stillstand im Stau das Fahrrad deutlich seltener, das zudem auf Radwegen unterwegs ist und auch mal gegen Einbahnstraßen fahren darf.

Heißt: Radfahrer kommen entspannter an, da sie auf dem Weg zur Arbeit weniger Stress erleben. Das zeigte auch eine Studie, die den Stresslevel von Arbeitnehmern untersuchte, die mit dem Rad, dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit gelangen. Arbeitnehmer, die mit dem Rad zur Arbeit fuhren, waren im Vergleich zu denjenigen, die mit dem Auto pendelten, deutlich weniger gestresst. Neue Erkenntnisse sind das übrigens nicht – vielmehr bestärken sie die Ergebnisse aus früheren Forschungen und unsere Leidenschaft fürs Radfahren.

Radler sind oft am schnellsten am Ziel

Nicht selten haben Pendler noch einen weiten Weg vor sich, nachdem die Bahn sie zumindest ein gutes Stück vorangebracht hat. Ein Fußweg von 15 Minuten lässt sich mit dem Fahrrad in nur fünf Minuten bewältigen. Zwar kostet es auch Zeit, das Fahrrad abzustellen und abzuschließen, doch wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) weiß, legt man an immer mehr Bahnhöfen vermehrt Wert auf gute Abstellmöglichkeiten. Und selbst wenn man sowohl für den Abstell- als auch den Abholvorgang großzügig zwei Minuten einberechnet, lohnt sich die Fahrt mit dem Rad bereits ab einem Fußweg von 10 Minuten.

Besonders schnell kommt man beim Pendeln voran, wenn man das Rad einfach mit in den Zug nehmen kann. Das geht jedoch nicht in allen ICE-Zügen – und generell ist die Anzahl der Fahrradstellplätze in Zügen begrenzt. Hier ist das flexible Faltrad eine praktische Lösung, das sich mit nur einem Handgriff in ein kompaktes Gepäckstück umwandeln lässt, das Pendler kostenlos in einem normalen Abteil mitnehmen dürfen.

Wenn du dich mehr bewegen möchtest, aber nicht weißt, ob das Radfahren zur Arbeit das Richtige für dich ist, können wir dir einen Tipp geben: Nur Mut! Probiere dich aus und du wirst schnell das richtige Tempo für dich finden. Dann ist Spaß auf dem Arbeitsweg garantiert!

Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaften widmet sich Luisa nun der Sonderpädagogik, wobei ihr Schwerpunkt auf der emotionalen und sozialen Entwicklung liegt. Ihrer Liebe zum Schreiben und zum Sport kann sie als Redakteurin für Bikes.de weiterhin nachgehen. Wenn sie nicht gerade am Studieren und Schreiben ist, trifft man sie zum Wandern, Joggen und Radfahren irgendwo im Wald an. Für Luisa ist das Fahrrad ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel, ein Sportgerät und ein tolles Fahrzeug, um Natur zu erleben und die Welt zu entdecken. Am liebsten ist sie mit ihrem Trekkingrad oder ihrem Mountainbike unterwegs.