E-Bike Pflege

Die Fahrrad-Mechanik kommt ohne regelmäßige Wartung und Pflege nicht aus. Dafür läßt sich dann mit ein paar Handgriffen viel Geld sparen.

Teure Inspektionen und lange Werkstattaufenthalte sparen sich clevere Besitzer eines E-Bikes. Sie halten ihr Fahrrad mit einfachen Handgriffen in Schuss. Aber worauf muss bei diesen regelmäßgen Wartungen geachtet werden? Wie kann das E-Bike nach dem Winter und längeren Pausen wieder auf Vordermann gebracht werden. Und was hilft bei starken Verschmutzungen am besten? Der Hochdruckreiniger?

1. Wartung von E-Bikes: Mit diesen drei Handgriffen wird die Lebensdauer ganz einfach verlängert

2. E-Bikes gründlich checken: Alles nach längeren Pausen wieder auf Vordermann bringen

3. E-Bikes reinigen: Die richtige Pflege für jeden Verschmutzungsgrad?

4. Das richtige Trocknen: Und das Wichtigste am E-Bike

Wartung von E-Bikes

Mit drei Handgriffen wird die Lebensdauer ganz einfach verlängert

Gute Pflege verlängert die Lebensdauer aller Pedelecs, hält sie Verkehrssicher und bereitet noch mehr Fahrfreude.

Die Bereifung kommt den meisten Nutzenden als erstes in den Sinn. Wenn auf Reifendruck geprüft wird, kann gleichzeitig auch ein Auge auf den Zustand der Bremsanlage geworfen werden. Lassen sich die Bremshebel bis zum Lenker durchziehen, sind die Beläge stark abgenutzt. Diese können ganz einfach vom Besitzer gewechselt werden. Neben den Rädern müssen die Teile geläufig gehalten werden, an denen viel Reibung herrscht. Schmieren ist hier das Stichwort. Die Kette und Riemen übertragen die Kraft des Motors und müssen regelmäßig geölt werden. Tipp: Mit einem Kettenreinigungsgerät sind das Reinigen und Ölen der Kette Kinderspiel.

Leichtgängig muss auch die Federung funktionieren. Sie erhöht nicht nur den Komfort, sondern schützt die Fahrenden vor zu starken Belastungen der Gelenke. Mit speziellen Ölen kann ganz einfach dafür gesorgt werden, dass die Federung weiter sensibel anspricht. Dieses muss nur regelmäßig an die Federgabel gegeben werden.

  1. Luftdruck überprüfen
  2. Federung prüfen
  3. Kette ölen

Mit diesen drei Handgriffen wird die Lebensdauer von jedem E-Bike problemlos verlängert. Doch sie garantieren nicht dafür, dass alles am Fahrrad ewig hält. Deshalb sollte in größeren, aber regelmäßigen Abständen das Fahrrad gründlich gecheckt werden.

E-Bikes gründlich checken

Alles nach längeren Pausen wieder auf Vordermann bringen

Anlässe für einen gründlichen Check gibt es viele. Die jährliche Routine nach dem Winter ist dabei der Klassiker. Bevor es nach einer längeren Pause mit dem Fahrrad auf die Straße geht, lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Zu Beginn sollten natürlich alle Teile auf offensichtliche Mängel gecheckt werden. Räder können zum Beispiel porös oder das Profil abgefahren sein. An den Metallen kann die Zeit in Form von Korrosion oder Rost nagen. Nach der ersten Betrachtung, ist das Ruckeln angesagt. Sitzt alles, wie es soll? Von oben Nach unten sollten alle Verbindungen am Fahrrad überprüft werden. Zuerst wird der feste Sitz von Lenker, Vorbau, Cockpit, Griffen und Sattel kontrolliert. Mit einem Schraubenzieher können die meisten Verbindungen angezogen werden. Sitzen sie wieder fest, kann es weiter gehen.

Die Unterschiedlichen Lager am Pedelec sollten kein Spiel haben. Wenn sich die Kurbeln oder Felgen seitlich bewegen lassen, müssen sie nachgezogen werden. Spiel im Steuerlager kommt man gut auf die Schliche, indem bei gezogener Vorderbremse das Bike vor- und zurückgeruckelt wird.Um Übertragungsprobleme vorzubeugen, ist es bei E-Bikes grundlegend, alle Kontakte zu kontrollieren und zu reinigen. Am besten mit Kontaktspray. Naheliegend ist es dabei, sich nur auf den Bereich des Akkus und dem Ladegerät zu konzentrieren. Häufig haben die Bikes aber auch Kontakte am Cockpit.

Tipp: Fällt bei einem Pedelec die Beleuchtung aus, liegt das meist an den Steckkontakten.

E-Bikes reinigen

Die richtige Pflege für jedes Pedelec

Bikes werden mit der Zeit immer dreckiger. Ob es das Mountainbike nach der Tour durch den Matsch oder das Fahrrad, dass einen täglich zur Arbeit bringt. Dreck ist dabei nicht nur unschön, sondern fördert den Verschleiß des Rads. Doch wie reinigen wir E-Bikes, ohne, dass wir die sensiblen Stellen beschädigen?

Trotz der Elektronik ist Wasser der größte Freund bei der gründlichen Reinigung. Das bedeutet aber nicht, dass das Bike einfach mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt werden kann. Am schonensten reinigt es sich mit geringem Druck, wie bei einem Gartenschlauch. Mit einem Hochdruckreiniger wäscht man sich nur die Lager aus, verschiebt Dichtungen und entfernt das komplette Öl von der Kette. Wichtig: Nie den E-Bike-Akku während der Reinigung entfernen. Achtung bei den Kontakten! Es sollte nie direkt auf die Kontakte am Display oder Batteriepod gespritzt werden. Stattdessen kann der Strahl einfach auf die Rahmenteile gehalten werden und alles gründlich mit Bürste und Schwamm bearbeitet werden. Besonders die beweglichen Teile sind dabei im Blick zu haben.Der Großteil kann mit handelsüblichem Spülmittel gereinigt werden.

Die generelle Faustregel bei der Reinigung ist das Arbeiten von oben nach unten. So werden herunterfließender Schmutz und Reinigungsmittel direkt im nächsten Arbeitsschritt entfernt.

Das richtige Trocknen

und das wichtigste am E-Bike

Die Kette ist das wichtigste Teil am E-Bike. Sie überträgt die Kraft des Motors und ist damit hoher Belastung ausgesetzt.

Neben dem routinemäßigen Einölen und reinigen, ist es wichtig, sich auch auf die Kassette zu konzentrieren. Hierfür gibt es im Fachhandel spezielle Bürsten. Eine alte Zahnbürste, Spülmittel und Wasser eignen sich aber genau so gut. Wichtig ist, dass diese Bürsten nicht an anderen Stellen am Bike verwendet werden. Mit ihr kann Öl an stellen, wie der Bremsscheibe kommen und einem enorme Probleme bereiten.Sind alle Teile des Bikes gründlich gereinigt, lohnt es sich, alles noch einmal abzuspritzen. So werden Reinigungsmittelrückstände und überschüssiges Öl einfach abgespült.

Auch hier ist das Arbeiten von oben nach unten wichtig.Kein E-Bike möchte feucht sein. Wasser und Elektrizität mögen sich einfach nicht. Daher ist es wichtig es ordentlich zu trocknen. Ein paar bouncer auf dem Boden helfen schon, vor dem Trocknen einen großen Teil des Wassers loszuwerden. Alles, das Wasser aufsaugt kann nun verwendet werden, um es gründlich zu trocknen.

Ist alles getrocknet, lohnt es sich eine kleine Runde zu drehen, um das neue Öl gleichmäßig in der Kette zu verteilen und um sicher zu gehen, dass das E-Bike und der Motor läuft. Und dazu macht es einfach Spaß mit einem sauberen Bike unterwegs zu sein.

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