Mountainbike Ausrüstung

Sie sind stolzer Besitzer eines neuen Mountainbikes, möchten nun die Trails unsicher machen und benötigen eigentlich nur noch die richtige Ausrüstung für Ihre Tour? Wir erzählen Ihnen, welche Bekleidung Sie brauchen, wann Sie am besten Knieschoner einpacken und was in Ihrem Rucksack auf keinen Fall fehlen sollte.

Auf die Accessoires kommt es an

Oben angefangen und eines der wichtigsten Teile Ihrer Schutzausrüstung ist der Helm. Schließlich schützt er den Kopf nicht nur bei Stürzen, sondern auch vor Ästen und Baumstämmen, die einem auf einer Mountainbike-Tour häufiger in die Quere kommen können. Spezielle Offroad-Helme haben einen Schirm, welcher besonders Äste von Ihrem Gesicht fernhält. Außerdem sind die am Hinterkopf tiefer geschnitten, um den oberen Nacken zu schützen und sie sind besser belüftet. Planen Sie besonders extreme Touren im Gelände, empfiehlt sich ein Vollvisierhelm. Für den Schutz Ihrer Augen sorgt eine Brille, die sowohl vor Sonnenstrahlung und Fahrtwind als auch Insekten und Schmutz schützt. Sie sollten bei Ihrer Brille beachten, dass sie richtig sitzt, damit keine Druckstellen entstehen und sie nicht herunterfällt. Um auf Ihrem Bike alles fest im Griff zu haben, sorgen die richtigen Handschuhe. Diese sollten atmungsaktiv sein und Ihnen einen guten Halt an Lenker, Bremse und Schaltung ermöglichen. Ebenso sollten Sie mit dem richtigen Mountainbike Schuh stabilen Halt auf Ihren Pedalen und am Boden haben.

Protektoren

Ob auf steinigen Trails oder beim Downhill fahren – es kann immer zu Stürzen kommen. Daher ist es wichtig, sich gut zu schützen. Protektoren gehören somit zu einer guten Schutzausrüstung auf dem Mountainbike dazu. Auf längeren Strecken eigenen sich dabei meist weichere Exemplare als Knieschoner besonders gut, da sie auf dem Bike wesentlich komfortabler sind. Schließlich sind es häufig die Knie, die bei einem Sturz den ersten Kontakt mit dem Boden haben. Mountainbiker, die eher Downhill oder Freeride unterwegs sind, greifen besser zu Hartschalenprotektoren. Diese bieten noch mal einen besseren Schutz. Wer auf seinem Mountainbike viele Abfahrten nimmt, sollte neben den Knien auch die Ellenbogen zusätzlich schützen. Bei ganz extremem Sport auf dem Bike können Sie auch noch einen Nackenschützer und Schoner für die Wirbelsäule in Erwägung ziehen.

Die beste Bekleidung für Mountainbike-Touren

Die beste MTB Bekleidung gestalten Sie möglichst nach dem Zwiebelprinzip. So können Sie sich auf Ihrer Tour zu jeder Zeit unterschiedlichen Temperaturen und Wetterverhältnissen anpassen. Da die Luft durch den Körper aufgewärmt und besser zirkulieren kann, wären mehrere dünne Schichten Kleidung besser, als wenige dicke. Außerdem können dünnere Stoffe schneller trocknen, wenn sie einmal nass geworden sind. Außerdem gibt es spezielle MTB Trikots, die ein wenig weiter geschnitten sind und am Rücken kleine Taschen haben. Schlüssel oder andere wichtige Utensilien sind in diesen Trikots somit immer griffbereit. Untenrum sind Sie mit der richtigen MTB Hose perfekt ausgestattet. Die Hose sollte daher möglichst aus einem reißfesten Stoff bestehen, wasserabweisend sein und – für Vielfahrer – gegebenenfalls mit einem Sitzpolster kombiniert werden können.

Der beste Rucksack und was in ihm nicht fehlen sollte

Bike-Rucksäcke können echte Multitasker sein und sollten in Ihrer Ausrüstung nicht fehlen. Sie bieten nicht nur genug Stauraum für sämtliche Utensilien und Getränke, sondern können meist auch als Rückenprotektor dienen. Wichtig ist, dass der Rucksack leicht ist und aus einem widerstandsfähigen Material besteht. Damit er zusätzlich auch noch bequem auf dem Rücken sitzt und die Mountainbike Tour nicht erschwert, sollte er möglichst viele Einstellmöglichkeiten haben. Einige Rucksäcke haben Trinkbehälter integriert, aus denen Sie selbst während der Fahrt trinken können. So müssen Sie Ihren Sport nicht so häufig unterbrechen und können sich die Pausen auf dem MTB sparen. Diese Rucksäcke eignen sich besonders gut für längere Touren auf dem Mountainbike. Wenn Sie den richtigen Rucksack gefunden haben, sollten Sie sich mit dem Inhalt beschäftigen. Natürlich sollten Sie ihn nicht völlig überladen und lieber nur das Nötigste mitnehmen, damit der Spaß nicht auf dem Trail bleibt. Einige Gadgets sind aber sehr nützlich und in einigen Situationen sogar notwendig. Neben ausreichend Flüssigkeit sollte Sie auf dem Bike gegebenenfalls auch einen Müsliriegel einpacken, der Sie bei längeren Touren mit der notwendigen Energie versorgt.

Auch im Notfall gut gewappnet

Sollte es auf der Tour doch mal zu einem Zwischenfall kommen, ist es hilfreich für jedes Szenario gut vorbereitet zu sein. Bei einem platten Reifen hilft Reifenflickzeug oder sogar ein Ersatzschlauch, damit die Fahrt schnell weitergehen kann. Ein Multitool oder auch Multifunktionswerkzeug kann bei kleineren Schäden am Rad schnell Abhilfe leisten. Da es schließlich auch immer wieder zu Verletzungen kommen kann, ist es wichtig, dass sie immer ein Erste-Hilfe-Set in Ihrer Schutzausrüstung dabeihaben. Zwar wird in dem meisten Fällen vermutlich nichts passieren – Vorsicht schadet aber nie. Wer mit seinem MTB durchs Gelände fährt kann sich zum Beispiel oft mal einen Kratzer am Knie zuziehen. Daher ist es immer gut einige Pflaster, Verbände und Tape dabei zu haben – sowohl für sich selbst als auch für andere Mountainbiker, die sich verletzen. Um im Notfall Hilfe zu rufen, sollten Sie schließlich auch Ihr Handy stets dabeihaben. Zusätzlich sollten Sie eventuell an Ersatz-Akkus denken, damit Ihnen unterwegs nicht der Strom ausgeht. Grundsätzlich sollten Sie beim Packen Ihrer Tasche jedoch Prioritäten setzen und nur die wesentliche Ausrüstung einpacken, um zusätzliches Gewicht zu vermeiden. Besonders Akkus sind oft sehr schwer und können Ihnen somit den Spaß am Fahren verderben. Achten Sie also gut darauf, was sie wirklich auf ihrem MTB benötigen. Zusätzliche MTB Bekleidung wie Hosen oder Trikots können meist lieber zu Hause gelassen werden.

Downhill

Einige Disziplinen des MTB Sports erfordern oft zusätzliche Schutzmaßnahmen. Beim Downhill fahren geht es oft bei schnellen Abfahrten durch schweres Gelände. Neben den zuvor erwähnten Protektoren für Knie und Ellbogen, sollten sie noch vorsorglicher sein und zusätzlich Rücken und Nacken schützen. Außerdem gibt es spezielle Handschuhe mit eingebauten Schonern, die die Handgelenke beim Aufprall schützen. Protektorwesten mit Hartschutzkappen bieten einen hohen Schutzfaktor für den gesamten Oberkörper und sind eine gute Ergänzung zur MTB Bekleidung. Bei der Schutzbrille greifen Sie am besten zu Goggles mit austauschbaren Scheiben. So können sie die Brille an verschiedene Lichtverhältnisse anpassen und von Ästen und Steinen beschädigte Scheiben auswechseln, ohne die Brille ersetzen zu müssen. Einen Helm sollten Sie sich beim Downhill fahren auf jeden Fall in der Fullface Variante holen inklusive einem integrierten Kinnbügel.

Grundsätzlich gilt, für welche Fahrt Sie sich auch entscheiden: Mit der richtigen Bekleidung, Schutzausrüstung und ein wenig Planung wird Ihre Tour mit Sicherheit zu einem schönen Erlebnis.

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