E-Bike Inspektion

Mit Fahrrad oder Pedelec muss man nicht zum TÜV. Aber um Unfälle und Schäden zu vermeiden, muss jedes Fahrrad regelmäßig gewartet und überprüft werden.

Was muss beim E-Bike geprüft werden?

Der Unterschied zwischen Pedelecs und Fahrrädern

Eine Panne am Fahrrad bedeutet oft hohe Unfallgefahr. Diese Unfälle möchte niemand riskieren. Autos müssen deshalb zum Beispiel regelmäßig zum TÜV. Fahrräder nicht.

Aber wie ist es mit E-Bikes?

Ebenso gilt für sie: Die Verantwortung liegt beim Nutzenden. Das heißt, auch E-Bikes brauchen keinen TÜV. Wie kann trotzdem sichergestellt werden, dass alles intakt ist? Was können die Halter prüfen und was sollte vom Fachpersonal übernommen werden? Wann muss das E-Bike zur Inspektion? Und wie werden die richtigen Fachleute für das eigene Fahrrad gefunden?

Mit unserer bikes.de-Inspektions-Checkliste ist jeder für die E-Bike-Inspektion gerüstet.

1. Was muss beim E-Bike geprüft werden?

2. Wann muss das E-Bike zur Inspektion?

3. Was wird bei der Fahrradinspektion im Fachgeschäft gemacht?

4. Die bikes.de-Inspektions-Checkliste

Luftdruck

Wichtig bei jedem Rad ist die Luft. Der richtige Reifendruck erhöht den Fahrspaß und die Reichweite bei jedem Motor. Ist der Druck zu niedrig, ist der Verschleiß wesentlich größer. Es kommt unter anderem zu Rissen. Aber auch die Anfälligkeit für Pannen wird bei höherem Luftdruck geringer. Je nach Bereifung, dem Gewicht der Fahrenden und der Nutzung, variiert der ideale Druck. In der Regel steht dieser auf der Mantelseite des Reifens. Wirkt der Reifendruck nach dem Aufsteigen weiterhin platt, können bis zu 0,5 bar hinzugefügt werden.
Mountainbike-Fahrer und andere, die im Gelände Touren planen, sollten mit einem niedrigeren Reifendruck unterwegs sein. Die Reifen werden so bei Unebenheiten und spitzen Kanten geschont. Wer Downhill fährt, sollte das Rad so aufpumpen, dass der Reifen etwa ein Drittel nachgibt, wenn der Fahrende auf dem Fahrrad sitzt.
Den Reifendruck richtig messen ist nicht schwer
Mit Daumen und Zeigefinger testen, ob die Reifen den richtigen Druck haben, ist keine verlässliche Methode. Präziser ist dagegen eine Luftpumpe mit Manometer. Haben die Reifen Autoventile, finden sich diese Luftpumpen kostenlos an jeder Tankstelle.

Den Reifendruck richtig messen ist nicht schwer.
Einfach die Schutzkappe vom Ventil entfernen und das Schlauchende über das Ventil stülpen. Auf dem Manometer wird daraufhin der aktuelle Luftdruck angezeigt. Je nach Bedarf kann anschließend Luft hinzugefügt oder abgelassen werden. Danach die Schutzkappe wieder anbringen und einfach losradeln. Tipp: während des Aufpumpens das Profil und die Reifen prüfen. Bei Rissen im Mantel sollte dieser umgehend ausgetauscht werden.

Auch die Federung will aufgepumpt werden!
Der Luftdruck im Fahrrad kann nicht nur in den Reifen gemessen werden. Auch die Federung will aufgepumpt werden! Nicht nur beim PKW, sondern auch bei Mountainbikes und Pedelecs sind Luftfahrwerke zu finden. Im Gegensatz zum Auto macht das Gewicht der Nutzenden allerdings einen großen Unterschied.

Mit einer speziellen Dämpferpumpe – einer kleinen Luftpumpe mit einer genauen Anzeige, die hohen Druck (20 bar und mehr) verträgt – kann die Federung auf den Fahrer angepasst werden. Die Einstellung des E-Bikes auf einen neuen Besitzer sollte in einem kompetenten Fachgeschäft vorgenommen werden. Ist der Druck korrekt eingestellt, wird jede Tour angenehmer und auch sicherer. Stimmt der Druck hingegen nicht, kann die Sitzposition unausgewogen sein und im schlimmsten Fall der Dämpfer durchschlagen. 

Bremsen

Was können Besitzer selbst und ab wann braucht es Fachpersonal?

Durch das höhere Gewicht und die stärkeren Kräfte, denen E-Bike-Bremsen ausgesetzt sind, ist ihr Verschleiß größer, als bei herkömmlichen Fahrrädern. Fehler bei ihnen können darüber hinaus zu verheerenden Unglücken im Straßenverkehr führen. Die regelmäßige Kontrolle ist deshalb genauso wichtig wie das Wissen darüber, was das Fachpersonal übernehmen sollte.

Was muss bei den Bremsen überprüft werden?

Die meisten E-Bikes sind mit Scheibenbremsen ausgestattet. Viele Nutzende kennen diese von normalen Fahrrädern nicht und neigen dazu, sie beim Schrauben zu unterschätzen. Im Allgemeinen gilt: Wer sich an die Bremsvorrichtung begibt, sollte über viel Know-how verfügen und am besten die eigenen Fähigkeiten über Kurse und Bücher erweitert haben.

Als Faustregel gilt, dass diejenigen, die einige Erfahrung im Schrauben haben den Bremsbelag austauschen können. Bei der Bremsscheibe wird es dann so komplex, dass jedem geraten werden sollte, dies im Fachgeschäft machen zu lassen. Als Faustregel gilt, dass Bremsscheiben in der Regel 1000 – 1200 Kilometer durchhalten. Je nach Nutzung kann diese Zahl auch sehr viel kleiner sein. Beim Abwärtsfahren empfiehlt sich das Stoßbremsen. So wird unnötiger Verschleiß verhindert. Ist die Bremsscheibe bläulich, ist sie abgefahren und sollte umgehend ersetzt werden.

Was wird bei der Fahrradinspektion im Fachgeschäft gemacht?

Bei der Fahrradinspektion überprüfen die Fachleute nicht nur die Bremsen, die Federung und die Bereifung, sondern auch jedes andere Teil am Fahrrad. Als erstes machen sich die meisten Inspizierenden an die unterschiedlichen Schraubverbindungen.

Vom Lenker über die Gabel geht es bis an die Felgen. Mit speziellem Werkzeug wird anschließend die Speichenspannung gemessen.

Anschließend werden alle Komponenten des Antriebs überprüft. Das sind natürlich die mechanischen Teile: Kette, Kassette, Kurbel und Tretlager. Routinemäßig werden die Kette und Kassette gereinigt und frisch geölt. Dies kann bei der eigenen Wartung auch ganz einfach selbst gemacht werden. Zum Antrieb des E-Bikes gehört auch der Motor und der Akku. Neben ihrer mechanischen Funktion, können Motor und Akku von Software-Updates profitieren. Die Software wird von den meisten Herstellern über lange Zeit immer wieder aktualisiert und bietet häufig Verbesserungen der Leistungsfähigkeit.

Wann muss das E-Bike zur Inspektion?

Viele Handgriffe, die Fachleute bei der Fahrradinspektion vornehmen, können bei regelmäßiger Wartung und Pflege auch selber übernommen werden. Dennoch ist eine jährliche Inspektion für E-Bikes zu empfehlen. Einige raten auch dazu, alle 500 Kilometer zur Inspektion zu kommen. Beides ist ein sinnvoller Richtwert.

Die große Inspektion hilft den Haltenden auch teuren Reparaturen aus dem Weg zu gehen. Einerseits sollten einige Komponenten auch von erfahrenen Schraubern nicht geprüft werden, andererseits hilft das Know-how des Fachpersonals dabei, sicherzugehen, dass das eigene E-Bike verkehrssicher ist und lange Freude machen kann.

bikes.de-Inspektions-Checkliste

Für die eigene E-Bike-Wartung oder als Spickzettel für das Gespräch beim Fachpersonal ist hier die Fahrrad-Checkliste.

Was muss bei der Fahrrad-Inspektion gemacht werden:

  • Bereifung auf Profil, Zustand und den richtigen Luftdruck prüfen
  • Schraubverbindungen von Lenker, Gabel, Kurbel und Sattelstütze prüfen
  • Schaltung justieren
  • Speichenspannung prüfen
  • Bremsen: Bremspunkt, -klötze und -scheiben prüfen
  • Lichteinstellungen vornehmen
  • Antrieb: Schaltung und Spannung der Kette überprüfen
  • Kette reinigen und ölen
  • Software-Updates durchführen lassen
  • Eventuelle Reparaturen durchführen
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