E-Bike und Kinder

Für viele Kinder ist das Fahrrad das wichtigste Transport- und Sportmittel. Bei der Überlegung, ob E-Bikes auch für sie geeignet sind, unterscheiden sich die Meinungen. Einerseits ist es definitiv nicht falsch, Kinder zu ermutigen, sich draußen an der frischen Luft zu bewegen. Andererseits sollten sie sich auch sportlich betätigen. Wenn Sie überlegen, sich ein E-Bike für Ihr Kind anzuschaffen, sollten Sie einige Dinge beim Kauf beachten.

Fahrradmodelle

KTM Macina Mini Me 24

Auch KTM setzt bei seinem Kinder-E-Bike auf den Bosch Active Line-Antrieb mit 250 Watt Leistung und 400 Wh-Akku. Allerdings ist die Schiebehilfe deaktiviert und die Maximalgeschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer begrenzt. Das orange Bike bringt 19,5 Kilogramm auf die Waage und kostet 2199 Euro.

Ben-E-Bike Twentyfour E-Power Air

Ben-E-Bike hat sich auf E-Mountainbikes für den Nachwuchs spezialisiert. Das Unternehmen bietet leichte E-Bikes von 20 bis 26 Zoll Laufradgröße an. Der gezeigte 24-Zöller mit Luftfedergabel kostet 1899 Euro und wiegt 12 Kilogramm. Der Akku bietet 175 Wh, die Motorleistung kann variabel eingestellt werden.

Haibike Sduro HardFour 4.0

Im 24-Zöller setzt Haibike das Yamaha PW-System mit 250 Watt Leistung ein. Diesen Antrieb befeuert ein 400 Wh-Akku. Für 2199 Euro verfügt das 18,9 Kilo schwere Alu-Hardtail über eine Suntour-Federgabel und Scheibenbremsen. Das E-MTB eignet sich für Kinder ab einer Körpergröße von 1,40 Metern. Die Motorunterstützung schaltet ab einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern ab.

Bulls Twenty4 E

Bulls hat mit dem Twenty4 E ein Hardtail mit 24 Zoll-Laufrädern im Angebot. Das Bike wird von einem Bosch Active Line-Antrieb (250 Watt) mit 400 Wh-Akku angetrieben. Für das 21,5 Kilogramm schwere E-MTB ruft Bulls 1999 Euro auf.

Natürlich sind die Räder vergleichsweise teuer und die Kinder wachsen leider viel zu schnell raus. Deshalb würden wertige Modelle den Wiederverkaufswert erhöhen.

Im Folgenden ist eine Liste mit empfehlenswerten E-Bikes:

Dürfen Kinder E-Bikes fahren?

Die Grundvorraussetzung ist natürlich, dass sie ein normales Fahrrad fahren können. Der Tretroller hilft den Kindern ihr Gleichgewicht und Koordination ausbilden zu können. Nach dem Gesetz dürfen Kinder in jeder Altersgruppe Pedelecs fahren, da sie auch aus rechtlicher Sicht wie Fahrräder behandelt werden und die Motorunterstützung nur dann erfolgt, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Allgemein wird jedoch empfohlen, sie erst ab einem Alter von etwa 14 Jahren auf ein Pedelec zu setzen, da sie erst ab diesem Alter über die erforderlichen kognitiven Fähigkeiten verfügen. Daher haben die meisten Verleiher von Elektrorädern auch eine entsprechende Altersgrenze. Ein Pedelec kann mit einem Führerschein der Klasse AM gefahren werden, der ab dem 16. Lebensjahr erworben werden kann.

Laut Gesetz dürfen E-Bikes in Deutschland nur für Jugendliche ab 16 Jahren mit dem zusätzlichen Knopf ausgestattet werden, der das E-Bike auf 6 Stundenkilometer beschleunigt, ohne treten zu müssen. Die Schubhilfe ist beispielsweise für steile Rampen oder zum Anfahren von Bergen vorgesehen.
Kinder unter 14 Jahren sollten ein E-Bike also eher nicht nutzen, da sie die höheren Geschwindigkeiten noch nicht einschätzen können und möglicherweise die Kontrolle über das Fahrrad verlieren könnten.

E-Bikes für Kinder – macht das Sinn?

Wenn die Kinder tatsächlich zu jung sind, um auf ihrem eigenen Fahrrad zu sitzen, ob motorisiert oder nicht, stehen auch elektrifizierte Lösungen zur Verfügung. Für gemeinsame Familienausflüge oder mehrtägige Fahrradurlaube ist die Kombination aus E-Bike und Fahrradanhänger die perfekte Lösung. Sie können Ihre Kleinen und sogar Ihr Gepäck im Anhänger unterbringen. Auch wenn der Regen Sie überrascht, sind sie geschützt und bleiben trocken. Dann aber gibt es Familien, bei denen die Kinder schon etwas größer sind und grundsätzlich zum Sport motiviert werden müssen. Hier ist das E-Bike für alle Beteiligten natürlich eine tolle Sache. Selbst bei weiten Strecken ist es für Kinder, die schon selbst ein Elektrofahrrad fahren können, nicht mehr so abschreckend, eine große Tour auf sich zu nehmen. So können die Kinder auch bei schnellerer Geschwindigkeit mithalten und eine Menge Spaß haben, denn es gibt ja nichts demotivierenderes als immer hinterher zu hängen.

Worauf sollten Eltern beim Kauf eines Kinder-E-Bikes achten?

Pedelecs für Kinder sind teurer als normale Kinder- oder Jugendfahrräder. Es geht nicht nur darum, die richtige Rahmengröße im Verhältnis zur Körpergröße zu finden, sondern auch darum, dass einige technische Spezifikationen beachtet werden sollten.

Wenn Sie sich für ein Elektrofahrrad entscheiden, sollten Sie sicherstellen, dass es ohne Schiebehilfe ausgestattet ist. So kann die Kontrolle über das Bike ebenfalls beeinträchtigt werden. Der Motor selbst, ist bei Kinder-E-Bikes so ausgelegt, dass er langsam beschleunigt – die Maximalgeschwindigkeit ist auf 20 Stundenkilometer gedrosselt, um Unfälle zu vermeiden, die durch zügiges Fahren entstehen könnten. Die Bremshebel sind kleiner als bei einem Erwachsenen Fahrrad, damit die kleinen Hände sie besser zu fassen bekommen. Einige Modelle haben sogenannte Bremshebel mit Griffweitenverstellung.

Die richtige Zollgröße wählen

Bei der richtigen Reifengröße ist die Größe des Kindes von besonderer Bedeutung.
Die meisten Kinderfahrräder richten sich an ältere bzw. größere Kinder, was bedeutet, dass überwiegend Reifen mit einem Durchmesser von 24 Zoll auf dem Markt zu finden sind. In Kombination mit der entsprechenden Rahmengeometrie eignen sie sich für Kinder ab einer Körpergröße von 1,35 Metern. Für die Kleineren gibt es auch Elektrofahrräder mit einem Reifendurchmesser von 20 Zoll. Es gibt jedoch kaum Pedelecs, die eine Größe von unter 20 Zoll haben, da so junge Kinder noch nicht in der Lage sind, auf ein Elektrofahrrad umzusteigen.

Gebrauchtes Fahrrad kaufen

Wenn es darum geht, sich ein neues Pedelec zu kaufen, schreckt zunächst der hohe Preis ab. Die Pedelecs sind um ein Vielfaches teurer – das gilt umso mehr bei den Kindereditionen. Viele denken darüber nach, sich ein gebrauchtes Fahrrad zu kaufen, da Kinder ja doch recht schnell über sie hinauswachsen werden und eine Anschaffung eines neuen Fahrrads sich preislich gar nicht lohnen würde. Während ein normales Rad für Kinder auf etwa 300 Euro kommt, bezahlt man für ein elektrisches Modell zehnmal mehr.

Eine Möglichkeit wäre, der Qualität besondere Aufmerksamkeit zu schenken und davon zu profitieren, dass der Wiederverkaufswert eines E-Bikes nicht unterschätzt wird. Mittlerweile etabliert sich ein respektabler Markt für gebrauchte Elektrofahrräder, wobei der für die Kindermodelle vielleicht noch ein wenig dünn ausfällt.

Fazit

E-Bikes sind besonders nützlich, wenn Sie gemeinsame Routen angehen möchten, die Sie sonst nicht schaffen würden. Besonders dann, wenn die Reise in die Berge gehen soll, sind einige Familienmitglieder besser in Form als Andere. So gleichen Motor und Batterie die Kapazitäten aus.

Grundsätzlich sind E-Bikes ein guter Anreiz zum Sport und ein gutes Trainingsgerät. Schließlich kann die Unterstützung auch minimiert oder nur beim Ansteigen verwendet werden.

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