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Die besten Fahrrad-Apps für Fitness, Navigation, Reparatur und Communities

Die besten Fahrrad-Apps für Fitness, Nav...

26.04.2021 - Update: 16.06.2021

Die besten Fahrrad-Apps für Fitness, Navigation, Reparatur und Communities

Apps fürs Fahrrad sind eine feine Sache. Zum einen unterwegs, weil man das Smartphone ohnehin meistens dabei hat und es mit einem entsprechenden Halter auch sicher am Lenker befestigen kann. Zum anderen schon bevor man losfährt: Als Routenplaner, Trainingshelfer oder auch, um Gleichgesinnte zu finden.

Vor allem, wenn du eine Radtour in unbekannter Umgebung unternehmen möchtest, gibt es einige Unwägbarkeiten, die den Fahrspaß verderben können: Treppen, zum Beispiel, über die du das Bike schleppen musst, oder steile Anstiege, die dich bremsen und das geplante Zeitkontingent für die Tour sprengen. Mountainbiker möchten nicht (nur) auf Asphalt fahren, Rennradler brauchen dagegen ausschließlich glatte Straßen und E-Bike-Fahrer müssen vor allem auf längeren Touren und Reisen wissen, was kommt, damit ihr Akku unterwegs nicht schlappmacht.

Im Idealfall liefert die Fahrrad-App auch noch einen Überblick über zurückgelegte Strecken, den Zustand des Bikes sowie anstehende Wartungen und kann einen Begleiter vermitteln, wenn du mal nicht allein durch die Gegend pedalieren möchtest. Gut, dass es für (fast) jedes Anliegen die passende App gibt.

Wir helfen dir, den Überblick zu behalten und stellen dir eine Auswahl der besten Fahrrad-Apps vor. Neben Apps für Tracking, Navigation und Offline-Karten verraten wir dir auch Geheimtipps mit selteneren Funktionen.

1. Komoot: die Abenteuer- und Routenplaner-App

Vielleicht ist dir das auch schon einmal passiert: Mit guter Laune bist du losgeradelt, mit dem Ziel, eine schöne Runde zu drehen oder möglichst autonom von A nach B zu kommen. Und plötzlich stehst du mit dem Rennrad vor einem Wurzelpfad, mit dem Dreigang-Hollandrad vor einem steilen Anstieg oder mitten in der Stadt und hast keine Ahnung, ob du links oder rechts abbiegen sollst.

Google Maps und andere Routenplaner, die nicht speziell für Radfahrer gemacht sind, bringen dich nicht immer geschmeidig weiter, da sie die Beschaffenheit des Weges, Steigungen und Hindernisse wie Treppen nur bedingt anzeigen. Komoot dagegen ist darauf ausgelegt, fahrradgeeignete Strecken zu finden – außer du bist mit dem Mountainbike (MTB) unterwegs und auf der Suche nach winzigen Trails und versteckten Herausforderungen.

Komoot bietet dir die Möglichkeit, deine Route entsprechend deiner Fortbewegungsart und deines Fitness-Levels zu planen. Auch findest du hier detaillierte Geländedaten. Als Tätigkeiten und Fortbewegungsmittel stehen folgende zur Auswahl:

  • Wandern
  • Fahrradfahren
  • MTB und Enduro
  • Rennradfahren
  • Laufen
  • Gravelbike
  • Bergsteigen

Im Bereich „Entdecken" kannst du dich von den Abenteuern anderer Radfahrer in der von dir gewählten Region inspirieren lassen. Hier siehst du, welche Touren sie unternommen und welche Strecken sie absolviert haben, wie lange sie dafür gebraucht haben und wie schnell sie dabei durchschnittlich unterwegs waren. Die Beschreibung durch den User liefert dir zusätzliche Informationen über die Tour – und auch visuelle Eindrücke in Form von Fotos erhältst du hier.

Haben es dir die Touren bestimmter User besonders angetan, kannst du diesen folgen. Außerdem hast du die Möglichkeit, selbst Ausflüge aufzuzeichnen. Andere User können deine Touren liken, speichern und kommentieren.

Die genannten Funktionen sind für die von dir zu Beginn gratis freigeschaltete Region in der Basisversion enthalten. Diese kannst du im Apple Store und im Google Play Store kostenlos für iOS und Android herunterladen. Dabei empfiehlt es sich, die Heimatregion auszuwählen.

Mit Komoot Maps kannst du weitere Regionen hinzufügen und selbst bestimmen, wie weit du gehen willst. Karten einer Einzelregion können für vier Euro hinzugefügt werden. Ein Regionenpaket mit mehreren Regionen einer Gegend gibt es für neun Euro. Das Weltpaket, das dir Offline-Karten für die ganze Welt bietet und zuverlässige Navigation auf all deinen zukünftigen Entdeckungstouren verspricht, kannst du für 30 Euro erwerben. So findest du dich mit deinem Smartphone immer und überall offline zurecht.

Für fünf Euro im Monat erhältst du die Premiumversion, mit der mehrtägige Abenteuer geplant sowie Touren und Highlights zu Collections gebündelt werden können. Mit dynamischen Wettervorhersagen, die jede Stelle deiner Tour abdecken, bist du für alles gewappnet. Außerdem erhältst du Rabatte für einige Outdoormarken und Einkäufe in den Partner-Stores von Komoot. Dazu zählen The North Face, Patagonia, Wahoo, Salomon, Adidas Terrex, Cannondale oder Mammut.

2. Strava: Entdecker-App, Fitnesstracker und soziales Netzwerk in einem

Die kostenlose Fitness-App Strava für Android und iOS zählt zu den beliebtesten Fahrrad-Apps, ist aber grundsätzlich für Sportler aller Art geeignet. Sie bietet vielfältige Funktionen und stellt eine Kombination aus Fitnesstracker und sozialem Netzwerk dar. Mit Strava kannst du deine Radtour planen, Routen entdecken, dich Herausforderungen stellen und Gruppen beitreten.

Dank Strava kannst du deine Aktivitäten mit deinem Smartphone aufzeichnen. Du kannst zwischen den üblichen Sportarten wie Laufen, Radfahren und Wandern wählen und auch seltenere Aktivitäten wie Handbiken oder Kitesurfen stehen dir zur Verfügung. Deine Erlebnisse kannst du als Erinnerung speichern oder mit Freunden teilen. Außerdem kannst du Beiträge veröffentlichen und Fotos hinzufügen.

In deinem Profil siehst du alle Infos, die du brauchst, um deine Fitness im Auge zu behalten. Deine zurückgelegten Kilometer kannst du gratis einsehen. Um nicht den Überblick zu verlieren, kannst du eine GPS-Uhr oder einen Fahrradcomputer mit Strava verbinden.

Um ein Wochen- oder Jahresziel hinzuzufügen, ist eine Mitgliedschaft bei Strava erforderlich. Damit kannst du auch:

  • Routen planen und entdecken,
  • individuelle Trainingspläne und Live-Coaching in Anspruch nehmen,
  • Leistungsvergleiche starten,
  • Herzfrequenzdaten erhalten,
  • und mithilfe der relativen Leistung Verletzungen vorbeugen.

Die Premiummitgliedschaft, mit der du uneingeschränkten Zugriff auf alle Funktionen erhältst, kostet fünf Euro im Monat. Damit du weißt, auf was du dich einlässt, kannst du die Premiumfunktionen einen Monat lang kostenlos testen.

3. ProBikeGarage: Für die Instandhaltung deines Bikes

Mit ProBikeGarage bist du immer über den Zustand deines Fahrrads informiert und auf anstehende Wartungsarbeiten eingestellt. Die Tracking-App, die mit Strava zusammenarbeitet, zeichnet auf, wie viele Kilometer und Stunden die Fahrradteile, die du eingegeben hast, schon im Einsatz sind. Sie analysiert dein Fahrverhalten und klärt dich über Zustand und Verschleiß der entsprechenden Komponenten auf. Mit Wartungsbenachrichtigungen wirst du über eine notwendige Inspektion und anfallende Wartungsarbeiten informiert.

Eins steht fest: Der eigenen Sicherheit zuliebe sollte jedes Fahrrad regelmäßig gewartet werden, damit nichts kaputtgeht. Gerade Radfahrer mit mehreren Bikes oder Familien können aber hin und wieder den Überblick darüber verlieren, wann welches Bike zuletzt auf Vordermann gebracht wurde. ProBikeGarage hilft dir, deinen Fuhrpark in Schuss zu halten.

4. E-Station: Ladestationen für E-Bikes und Pedelecs auf einen Blick

Die App E-Station, die kostenlos für iOS und Android verfügbar ist, zeigt dir Ladestationen für E-Bikes und Pedelecs in deiner Nähe. Diese kannst du dir auf einer Liste, geordnet nach Entfernung zu deinem jetzigen Standort oder auf der Karte anzeigen lassen. So geht dir die Energie nicht aus und du weißt immer, wo du deinen Akku laden kannst, wenn es mal eng werden sollte.

Du selbst kannst darüber hinaus Ladestationen veröffentlichen, positiv oder negativ bewerten, kommentieren, Bilder hinzufügen oder melden, sollte die Ladestation nicht mehr vorhanden sein.

5. Trailforks: Pfade fürs Mountainbike, Dirt Bike und E-Bike

Eine Alternative zur Suche via Google Maps und vielleicht eine der nützlichsten Fahrrad-Apps für MTB-Fahrer: Die Datenbank Trailforks zeigt dir Bike-Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade auf einer Karte an. Der Fokus liegt dabei auf MTB-Trails, aber auch E-Bike- und Dirt-Bike-Fahrer, Trailläufer und sogar Motorschlitten-Fahrer werden hier fündig – zumindest, wenn sie sich in einer geeigneten Region befinden.

Du kannst zwischen unterschiedlichen Kartenansichten wählen. Zur Auswahl stehen eine topografische Karte, eine Straßenkarte, Satellitenansicht und eine Hitzekarte. Hier siehst du Trails für die von dir ausgewählte Aktivität. Diese sind abhängig von ihrer Schwierigkeit, ihrer Beliebtheit oder ihrem Zustand in unterschiedlichen Farben gekennzeichnet.

Auch bietet dir die App die Möglichkeit, neue Berichte über Trails in deiner Nähe bzw. in der von dir gewählten Region einzusehen. So bekommst du schnell mit, wenn sich an dem Trail etwas geändert hat oder dieser nicht mehr problemlos zu erreichen sein sollte.

Die Datenbank mit mehr als 50.000 erfassten Trails steht für iOS und Android kostenlos zur Verfügung. Wer mehrere Apps nutzen und gleichzeitig nicht den Überblick verlieren möchte, kann Trailforks auch mit der Tracking-App Strava verbinden.

Um Routen zu deiner Wunschliste hinzufügen zu können, musst du ein Trailforks-Konto erstellen. Das gilt auch für das Gewinnen und Einsehen von Abzeichen: Um deinen inneren Schweinehund herauszufordern und zu überwinden, kannst du Abzeichen für Herausforderungen anvisieren. So kannst du zum Beispiel die 30-Kilometer-Tour-Challenge oder die 10.000-Höhenmeter-Challenge in Angriff nehmen - für zusätzliche Motivation und Inspiration.

6. Cyclique: Deine Fahrrad-Community

Cyclique verbindet dich mit Radfahrern auf der ganzen Welt. So kannst du Gleichgesinnte treffen, an Touren in deiner Umgebung teilnehmen sowie schnell und einfach eigene Rides erstellen, um Mitfahrer für gemeinsame Ausfahrten zu finden. Potenzielle Kandidaten kannst du nach Radtypen und Leistungslevel filtern, sodass ihr auf "gleicher Laufradhöhe" seid. 

Zudem kannst du selbst angeben, welche Art von Fahrrad du fährst oder mehrere Fahrradtypen hinzufügen. Von Cityrad und Faltrad über Mountainbike, Lowrider und BMX bis hin zum E-Bike ist alles mit dabei.

Über den Swiper kannst du, ähnlich wie bei Dating-Apps, unkompliziert potenzielle Mitfahrer oder einfach neue Leute mit demselben Hobby kennenlernen. Vielleicht findest du hier ja deinen Traumpartner, der dir in Zukunft auf jeder Radtour Windschatten gibt?

Gleichzeitig erfährst du Wissenswertes und Kurioses aus der Fahrradwelt, erhältst Tipps und Tricks von Profis und kannst neue Gadgets entdecken. Außerdem kannst du den ein oder anderen guten Deal machen, indem du Produkte rund ums Fahrrad kaufen oder nicht mehr benötigte Sachen verkaufen kannst.

Die App ist kostenlos im Google Play Store und im Apple Store für Android und iOS-Geräte erhältlich.

7. Bike Repair Guide: Diese App hilft dir in Notfällen aus der Patsche

Safety first: Allgemein ist es sinnvoll, benötigte Fahrradteile beim Fahrradhändler deines Vertrauens zu besorgen, dich bei Fragen und Problemen beraten zu lassen und Reparaturen den Profis zu überlassen. Ist der Weg bis dorthin jedoch nicht mehr zu bewältigen, verschafft dir der Bike Repair Guide unverzüglich Hilfe. Auch diese App steht bei Google Play und im Apple Store kostenlos für dein Smartphone zur Verfügung.

Im Bike Repair Guide kannst du das zu reparierende Fahrradteil und Lösungen für häufige Probleme suchen. Du erfährst, wie man den Sattel richtig einstellt, Laufräder herausnimmt und einsetzt oder einen Achter korrigiert, sodass du wieder sicher und wackelfrei in die Pedale treten kannst.

Ein Hinweis: Die Anleitungen gibt es zwar nur auf Englisch, allerdings sind die Sätze kurz gehalten und recht einfach zu verstehen, sodass es der Bike Repair Guide verdient hat, auch von Fahrradfahrern mit weniger umfangreichen Englischkenntnissen eine Chance zu erhalten. Solltest du dennoch Probleme haben, findest du auch bei uns Tipps und Hilfe rund um Reparatur, Wartung und Pflege.

Fazit: Fahrrad-Apps können sich lohnen

Mit der passenden App für deine Ansprüche und Bedürfnisse lässt sich dein Radfahrerleben leichter machen. Sei es, weil sich Verfahren der Vergangenheit angehört, weil die Tour nicht wegen eines platten Reifens beendet ist oder du nicht mehr allein die Gegend erkunden musst.