e-Bikes von Haibike

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Haibike

Haibike wurde 1995 in Schweinfurt gegründet – die sportiven Bikes wurden anfangs noch unter dem Namen der Muttermarke Winora angeboten. In den folgenden Jahren schritt die Entwicklung der Marke Haibike immer weiter voran, technisch und inhaltlich. Schon sehr früh erkannten die Verantwortlichen das Potenzial von E-Bikes und – man muss es neidlos anerkennen – gerade im Bereich E-MTB hat Haibike eine Entwicklung vorausgesehen, die anfangs viele nicht erwartet hätten. Weder unter den Fahrradherstellern noch unter den Bikern selbst hätten sich viele vorstellen können, welche Entwicklung das E-Bike auch im Segment Mountainbike nehmen würde. Bei Haibike dagegen hat man früh nicht nur auf Trekking E-Bikes und Stadträder mit Motor gesetzt, sondern auch dem Mountainbike mit Motor viel Aufmerksamkeit und Mühe gewidmet, dem Fully ebenso wie dem Hardtail. Heute gibt der Erfolg den Machern recht. Als anerkannter Hersteller, der eine Vielzahl von E-Bikes im Programm hat, schreibt sich die Marke, die nach wie vor zur Winora-Group gehört, mit Stolz "We are ePerformance" auf die Fahnen.

Haibike mit großem E-Bike-Angebot

Der Blick auf das E-Bike-Sortiment der Marke zeigt das Vertrauen der Marke in dieses Segment ebenso wie das in vielen Jahren gewonnene Know-How. Haibike bietet E-Bikes für Kinder an, Cross-E-Bikes, Trekking-E-Bikes und listet Damen E-Bikes als eigene Rubrik. Dazu kommt eine Linie von S-Pedelecs. Während "normale" Pedelecs als Fahrräder gelten, für die wenige spezielle Bestimmungen gelten – darunter die Begrenzung der Motorunterstützung auf eine Geschwindigkeit von maximal 25 km/h, ist bei S-Pedelecs eine Unterstützung bis 45 km/h gesetzeskonform. Allerdings besteht für die schnellen Pedelecs Versicherungs- und Helmpflicht und weitere Regelungen. So müssen sie zum Beispiel mit einem Rückspiegel ausgerüstet sein und die Fahrerin oder der Fahrer muss im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse AM sein. Bei den Schweinfurtern kommen verschiedene Motorenhersteller zum Zug, je nach Modell und Einsatzzweck des E-Bikes. Viele der Fahrräder sind mit einem Bosch-Motor ausgestattet, andere mit Yamaha, wieder andere mit einem Antrieb von TQ. Sie alle integrieren den Motor in die Formensprache des Bikes, verstecken ihn aber nicht – das ist Teil der Haibike-Philosophie.

Der Urahn: das Haibike eQ XDURO

2010 stellte Haibike auf der Eurobike ein echtes E-MTB vor. Das Sortiment des eQ XDURO bestand aus vier Modellen: einem Fully, einem Hardtail, einem Cross- und einem Trekkingrad. Auffallend ist schon damals der etwas gedreht eingebaute Bosch-Motor, ein technischer Kniff, der sich auch heute noch bei vielen Haibike E-Bikes findet. 2011 heimst die Firma für das XDURO RX den iF Design-Award ein, Haibike bietet in diesem Jahr bereits elf Modelle an, darunter einen Twentyniner und das XDURO Race. Dabei handelte es sich um die Studie eines Rennrads mit Motorunterstützung bis 45 km/h. 2012 präsentierten die Schweinfurter das erste E-All-Mountain mit 150 Millimeter Federweg, 2013 wächst das Sortiment auf 37 E-Bikes an und mit 180 Millimeter Federweg kommt das XDURO Nduro als erstes E-Enduro überhaupt auf den Markt. Im gleichen Jahr werden sportliche Straßenräder mit Motor ins Programm genommen, ein Rennrad und das Superrace als Flatbar-Rennrad. "ePerformance" taucht erstmals als Begriff auf. 2014 bekommt das XDURO mit dem Haibike SDURO einen Bruder, der auf einen Yamaha PW-Antrieb setzt, zu diesem Zeitpunkt exklusiv bei Haibike zu finden, außerdem zeihet die Firma ein erstes E-Fully mit Carbonrahmen. 2015 gibt es den ersten Downhiller mit Motor zu sehen und 2017 stellt die Firma das Modular Rail System und Intube Battery Concept vor. Bei zweitem wandert der Akku ins Unterrohr, das Modular Rail System erlaubt es, verschiedene Anbauteile schnell am Unterrohr zu befestigen, darunter ein zweiter Akku, der die Reichweite des Bikes erhöht.

Flyon, Bosch und Yamaha

Haibike führt die Unterscheidung in SDURO und XDURO auch aktuell fort. Die bezieht sich nicht nur auf die motorisierten Mountainbikes, sondern auch auf andere Kategorien wie Trekking. Der Unterschied: XDURO-Modelle nutzen entweder einen Motor von Yamaha oder einen TQ-Antrieb, während die SDUROs ganz auf die Bosch Performance Line setzen. Hier ist zum Beispiel das Haibike SDURO Trekking als StVZO-konformes, voll ausgestattetes Trekkingrad in vielen Ausstattungsvarianten zu finden. Das XDURO Adventure dagegen markiert die Linie mit Flyon-Motor. Bei den beiden S-Pedelecs im Programm unterstützt ein Bosch Performance Speed Motor mit 350 Watt Nenndauerleistung bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h, der Akku ist elegant ins Unterrohr integriert, die Fahrräder sind StVZO-zugelassen und mit Schutzblechen, Gepäckträger sowie Seitenständer ausgestattet. Wissenswert zu Haibike Flyon: Das Konzept wurde 2019 mit dem Design & Innovation Award ausgezeichnet. "Haibike präsentiert mit der Flyon-Serie den wohl größten Entwicklungssprung seit der Erfindung des eMountainbikens", befanden die Juroren damals.

Was ist das besondere an den Flyon-Modellen von Haibike?

Flyon-Modelle bestechen durch ihr Design und ein hohes Maß an Integration, alle Komponenten wurden von Haibike entwickelt. Der gemeinsam mit TQ entwickelt Antrieb leistet bis zu 120 Nm Drehmoment, der Akku ist im Unterrohr platziert und hat eine Kapazität von 630 Wh – ausgiebigen Touren steht damit nichts mehr im Weg. Die Haibke SkidPlate, ein Motorschutz aus faserverstärktem Kunststoff bewahrt – auch an anderen Haibike Fahrrädern – den Antrieb vor Steinschlägen, Schmutz & Co. Das zum Antrieb gehörende Display ist über dem Vorbau platziert, bedient werden Display und Antrieb über einen unter dem Lenker montierten Modus-Schalter, die Haibike Remote. Teil des Haibike Flyon-Konzepts sind auch ein integrierter Scheinwerfer und LEDs, die als Rücklicht in die Kettenstreben eingebettet sind.

E-Bikes fürs Gelände

Das von Beginn an große Vertrauen der Schweinfurter Schmiede in das sportliche E-MTB schlägt sich noch heute in einem sehr vielfältigen Angebot nieder. Haibike bietet mit Bosch, TQ Flyon oder Yamaha motorisierte Mountainbikes in den Kategorien All-Mountain, Enduro, Downhill, Trail und Fat E-Bikes an. Ein Beispiel für die letztgenannte Modelllinie ist das FatSix, typisches All-Mountain ist das SDURO FullSeven, typisch für das Segment Trail sind das Haibike SDURO HardNine oder das Haibike SDURO FullNine. Viele Eigenschaften der Bikes erschließen sich dabei aus deren Namen: Hard und Full bezeichnen ein Hardtail bzw. ein Fullsuspension, Nine und Seven steht jeweils für die Laufradgröße – 27,5 bzw. 29 Zoll. 27,5-Laufräder machen ein MTB eher agil, 29 Zoll unterstützen dank ihres Durchmessers die Laufruhe und sie überrollen Hindernisse geschmeidiger als kleinere Laufräder. Dank dieser Einteilung findet man im großen Sortiment an E-Mountainbikes schnell das passende Modell. Ganz nebenbei bemerkt: als Rahmenmaterial stehen Aluminium 6061 oder Carbon zur Wahl.

Damen E-Bikes im Programm

Sowohl im E-MTB als auch im E-Trekking und E-Cross-Bereich bietet Haibike E-Bikes für Damen an. Die berücksichtigen mit ihrer speziell angepassten Rahmengeometrie die teilweise anderen Körperproportionen von Frauen und werden in kleineren Größen angeboten, mit kürzeren Vorbauten und schmaleren Lenkern ausgestattet. Alle Damen-Bikes sind SDURO-Modelle mit Bosch-Antrieb, der Akku entweder integriert oder auf dem Unterrohr platziert. Während die SDURO Trekking- und SDURO Cross-Räder für Damen keinen weiteren Zusatz im Namen führen, macht der Zusatz "Life" die E-MTBs für Frauen auf den ersten Blick erkennbar.

Digital vernetzt mit eConnect

Mit dem im Jahr 2016 vorgestellten eConnect-System schafft die Firma die technologische Basis zur digitalen Vernetzung des Bikes. Via App auf dem Smartphone, die nach der Installation eine Registrierung erfordert, kann das Fahrrad in Echtzeit verfolgt werden und die Besitzerin oder der Besitzer können verschiedenste Einstellungen vornehmen. Das eConnect-Webportal erweitert die Möglichkeiten: Daten und Routen können auch am Rechner verfolgt, bearbeitet und exportiert werden. Technische Basis am E-Bike ist eine Sendeeinheit mit GPS-Sender zur Standortbestimmung, ein GSM-Chip zur Datenkommunikation sowie ein Bluetooth-Sender. Weiterhin beinhaltet die sogenannte eConnect-Hub einen 3D-Beschleunigungssensor und einen 3D-Gyro-Sensor, der die Lage des Bikes ermittelt. eConnect kann das Bike GPS-basiert überwachen, ist diese Überwachungsfunktion aktiviert, gibt es eine Nachricht auf das Smartphone, sobald der Beschleunigungssensor eine Erschütterung registriert. Entfernt sich das Bike vom definierten Standort – etwa im Fall eines Diebstahls – gibt es ebenfalls eine entsprechende Warnung. Auch einen Sturz erkennt eConnect: wird die Fahrt anrupt unterbrochen und der Gyro-Sensor erkennt, dass das Bike auf der Seite liegt, erscheint auf dem Smartphone eine Nachricht. Reagiert die Fahrerin oder der Fahrer nicht, wird eine automatische Notfall-SMS abgesetzt. Diese benachrichtigt bis zu zwei vorher festgelegte Notrufnummern, übermittelt Unfallort und -zeitpunkt und zeigt die Position des Bikes auf Google Maps an.